Christian H. aus B. refereriert zum Ende der Privatheit. Am Anfang ein kritisches Video über ein großes Internetunternehmen aus den USA (wer mehr wissen möchte, kann mich gern ansprechen).
Ich gebe es zu: Links sind was Tolles, Informationen leicht finden und leicht weitergeben macht Spaß. Seine Gedanken, so wie hier zu veröffentlichen, hat was. Aber damit gleich das Ende der Privatheit auszurufen und das auch noch gut zu finden, ist schon sehr provokativ. Aber Christian Heller überzeugt! Zumindest überzeugt er uns, dass der Wandel vom privaten zum öffentlichen Leben stattfindet, dass Kontrollmechanismen nicht wirklich funktionieren. Er bringt mich zum Nachdenken darüber, ob ich was verpasse, wenn ich keine Payback-Karte habe.
Einige seiner Argumente klingen richtig gut, wenn man mal den Mantel der Paranoia ablegt. Ich erzähle einfach jedem im Netz offen alles über mich und schon brauche ich keine Angst mehr haben, dass mich jemand ausspäht. Beinahe- es war gaaanz knapp- bin ich völlig auf seiner Seite, als das Thema "Sexuelle Vorlieben" auf die Leinwand trifft. Es geht um die BDSM-Szene und erschreckend finde ich nicht die Spielarten, die Heller auf Websites zeigt, sondern die Reaktionen des aufgeklärten und erwachsenen Publikums. Haben offenbar von sowas noch nie gehört.
Und schon bin ich wieder überzeugt davon, dass man sehr genau aufpassen sollte, welche Dinge über einen bekannt sind, denn viele Menschen können damit nicht umgehen. Man sollte nicht glauben, nur weil es im Internet viele Freiheiten gibt, seien die Menschen für diese Freiheit bereit und tolerant gegenüber der Freiheit des anderen. Veränderung wird passieren, doch das wird dauern.