86 posts categorized "Veranstaltungen"

03. Mai 11

Nachbericht zum JMStVCamp in Essen (30.04.2011)

Jmstv_camp_nachbericht Der novellierte Jugendmedienschutz-Staatsvertrag sollte dafür sorgen, dass alle deutschen Website-Betreiber ihre Inhalte nach Altersgruppen klassifizieren. Die Neuregelung war wegen der überraschenden Ablehnung der nordrhein-westfälischen Parlamentarier im vergangenen Dezember gescheitert. Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag muss von allen 16 Bundesländern ratifiziert werden.

Nun muss nicht nur eine tragfähige Neufassung des Vertragswerks diskutiert werden, auch eine grundsätzliche Auseinandersetzung über Jugendmedienschutz und seine Zusammenhänge mit Bildung, Pädagogik und Werten tut Not um einen gesellschaftlichen Konsens, als dessen Ausdruck ein Vertrag gelten kann, zu erreichen.

Als Teil dieses Diskussionsprozesses verstand sich das "jmstvcamp" - ein Barcamp zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag und zum Jugendmedienschutz im Zeitalter digitaler Medien -, das am 30. April mit etwa 140 Beteiligten im Unperfekthaus in Essen stattfand. Unterstützt wurde die Veranstaltung von Parteigliederungen der Grünen, der SPD, der Piratenpartei und der Linken, sowie dem IJAB-Projekt "Jugend online". Im Sinne des Prinzips Barcamp treten Veranstalter hinter den Teilnehmenden zurück, deren Spektrum weit breiter war, als der Kreis der Sponsoren vermuten lässt. So beteiligten sich Vertreter von Bildungseinrichtungen, Verbraucherschutz, Jugendverbänden, pädagogischen Institutionen, Selbstkontrollorganisationen, Landes- und und Bundespolitik und Wirtschaftsverbänden. Für die nordrhein-westfälische Landesregierung beteiligte sich unter anderem Staatssekretär Marc Jan Eumann und Matthi Bolte, Innenpolitischer Sprecher der Grünen Fraktion im Landtag NRW.

Erwartungsgemäß konnte das Barcamp keine Lösung für einen zeitgemäßen Jugendmedienschutz in Zeiten digitaler Medien präsentieren. Es konnte aber die Vielfalt der Haltungen aufzeigen und unterscheidet sich damit von der Diskussion im Vorfeld der gescheiterten Novellierung des Staatsvertrages, bei der mehrheitlich Verfechter strikter gesetzlicher Regelungen öffentlich in Erscheinung getreten waren.

Jugend online war Partner des JMStVCamp 2011 in Essen.

Foto: kre8tiv@flickr CC (by-sa)

24. Februar 11

"Keine Bildung ohne Medien!" - Medienpädagogischer Kongress will Signal an Politik geben

Kbom_kongress Die Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“ fordert von der Politik eine umfassende und nachhaltige Förderung der Medienpädagogik in Wissenschaft und Forschung sowie auf allen Ebenen der Erziehungs- und Bildungspraxis. „Medienbildung und die Förderung von Medienkompetenz müssen einen festen Platz im Bildungsbereich erhalten. Es ist höchste Zeit über Projektunterstützungen hinaus zu gehen“, so Prof. Dr. Horst Niesyto, Sprecher der Initiative. Das von der Initiative veröffentlichte Medienpädagogische Manifest wurde mittlerweile von über 1.200 Personen und Einrichtungen unterzeichnet. Am 24. und 25. März 2011 veranstaltet die Initiative an der Technischen Universität Berlin einen bundesweiten medienpädagogischen Kongress.

Am ersten Kongresstag konkretisieren Arbeitsgruppen die Forderungen des Medienpädagogischen Manifests zu aktuellen Themen wie „Medienbildung in die Schule!“, „Medienbildung und soziale Ungleichheit“, oder „Medien- und Informationskompetenz“. Ausgangspunkt des Dialogs am zweiten Tag sind diese in den Arbeitsgruppen formulierten Forderungen und Vorschläge. In den Dialogrunden diskutieren die KongressteilnehmerInnen mit VertreterInnen von Bundesund Länderministerien, der Kultusministerkonferenz und anderen Einrichtungen über Maßnahmen zu einer breitenwirksamen und nachhaltigen Verankerung von Medienbildung und -kompetenz.

Am 25. März 2011 wird um 13:15 Uhr eine Pressekonferenz stattfinden: TU Berlin,Hauptgebäude, Straße des 17. Juni 135, 10623 Berlin, Raum H 1035 (am Lichthof).

Der Kongress stieß im Vorfeld auf sehr große Resonanz und ist bereits ausgebucht: Innerhalb kurzer Zeit haben sich über 400 Personen angemeldet.Eine Akkreditierung von Journalisten für den Kongress und für die Pressekonferenz ist über das Projektbüro noch möglich:

Alexander Korn
Email: info@keine-bildung-ohne-medien.de

Nähere Informationen zum Kongressprogramm finden sich auf der Website der Initiative:
www.keine-bildung-ohne-medien.de

Ansprechpartner für inhaltliche Fragen:
Prof. Dr. Horst Niesyto
Sprecher der Initiative „Keine Bildung ohne Medien!“
Pädagogische Hochschule Ludwigsburg
E-mail: niesyto@ph-ludwigsburg.de
Tel: 07141-140239 (Sekretariat)

24. Januar 11

"Familie 2020: Aufwachsen in der digitalen Welt“ Tagung vom 1. – 2. März 2011 in Fulda

Familie2020Titelweb Digitale Medien sind fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Täglich kommen neue Geräte und Dienste auf den Markt. Während die junge Generation scheinbar mühelos mit diesen Medien umgeht, tragen sie bei Erwachsenen zu einer wachsenden Verunsicherung bei. Immer stärker drängen Jugendliche in die sozialen Netzwerke des Internets und erschließen sich damit eigene Kommunikationsräume, die sie gegenüber Eltern und „Erwachsenen“ abschotten.

Den Ursachen, Auswirkungen und Konsequenzen dieser Entwicklung geht die Tagung „Familie 2020: Aufwachsen in der digitalen Welt“ nach, die am 1. und 2. März in Fulda stattfindet. Sie setzt sich mit Veränderungen im gesellschaftlichen Kommunikationsverhalten auseinander und will positive Möglichkeiten im Umgang mit den neuen Medien für die Familie vorstellen. Mit Praxisbeispielen, darunter die von Jugend online initiierte Kampagne „watch your web“, sollen Wege aufgezeigt werden, wie Familie Medienkompetenz erwerben und wie Medienkompetenz nachhaltig vermittelt werden kann. Workshops zu den Themen Web 2.0, Handy und Computerspiele, Vorträge sowie eine Diskussionsrunde vervollständigen das Tagungsprogramm.

Veranstaltet wird die Tagung von der Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland, dem Bonifatiushaus, der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien und dem Institut für Medienpädagogik und Kommunikation. Die Anmeldung ist bis zum 15. Februar 2011 mit der Rückmeldekarte an das Bonifatiushaus in Fulda möglich. Informationen zum Programm und den Referierenden gibt es im Tagungs-Flyer, die Rückmeldekarte gibt es hier.


23. November 10

Ohrenblick mal! Preisverleihung des 6. deutschlandweiten Handyclipwettbewerbs im Münchner „Ampère“

Ohrenblick_2010_preisverleihung Am 19. November wurden im Münchner Club "Ampère" die Preisträger des diesjährigen Handyclip-Wettbewerbs "Ohrenblick mal!" gekürt. Der Wettbewerb 2010 war frei ausgeschrieben, Jugendliche konnten jedoch das Sonderthema "Du und deine Nachbarn" aufgreifen. Es beteiligten sich zahlreiche Jugendliche aus ganz Deutschland: Knapp 120 Handyclips wurden eingereicht. Der Wettbewerb fand bereits zum sechsten Mal statt und wird vom JFF – Institut für Medienpädagogik in Kooperation Jugend Online veranstaltet und von Telefónica O2 Germany unterstützt. Weitere Partner sind LizzyNet und medien+bildung.com.

Beim diesjährigen Wettbewerb zeichnete die Jury neun Handyclips aus. Als Juryvertreter lobte Jürgen Ertelt das Niveau der Beiträge und stellte fest: "Die Teilnehmer werden immer jünger." Ganz oben aufs Siegertreppchen schaffte es der Gewinnerclip „Ansichtssache“ vom Gymnasium in Neubiberg. Er entstand im Rahmen der Handyaktivitäten des JFF und zeigt eine jugendliche Liebesgeschichte aus ganz besonderer Perspektive. Mit ihrem Video "Regenschirm" schafften es die Schüler des Kunstleistungskurses vom Gymnasium Meiendorf in Hamburg auf den zweiten Platz. Den dritten Preis teilten sich drei junge Filmgruppen mit ihren Clips: "Entengeschichten" von Sophie Maas, "Blih, Blah, Blub" vom Jugendzentrum in Geretsried und "Ein Tag der besonderen Sorte" von Valentin Heim. Den Sonderpreis zum Thema "Du und deine Nachbarn" erhielten Jugendliche aus Dresden für ihren Clip "Ein Haus voller Musik“ und  Jugendliche der Medien-AG der Realschule plus in Oppenheim mit dem Clip "Mein Banknachbar, die Mathearbeit und ich", der einen „Abschreibetrick“ bei einem Mathetest sowohl filmisch als auch moralisch sehr überzeugend als Nachbarschaftshilfe in Szene setzt.


"Ohrenblick_2010_webseite Ohrenblick mal!" bietet Jugendlichen zwischen 10 und 20 Jahren Gelegenheit, selbst gedrehte, kurze Clips im Internet unter www.ohrenblick.de einem großen Publikum zu präsentieren und tolle Preise zu gewinnen. Die Grundidee des Wettbewerbs „Ohrenblick mal!“ ist es, Jugendliche zu ermutigen, sich kreativ mit ihrem Handy auseinander zu setzen und ihre Gedanken, Gefühle und ihre Wahrnehmung der Lebenswelt künstlerisch auszudrücken.  Dabei sind perfekter Sound und gestochen scharfe Bilder eher Nebensache – gefragt sind vielmehr originelle Ideen und neue Blickwinkel auf unseren Alltag.

Die Gewinnerclips sowie alle eingereichten Handyclips kann man sich auf www.ohrenblick.de anschauen.

26. Oktober 10

Digitale Jugendkultur erleben: MB21-Festival zum 12. Deutschen Multimediawettbewerb für Kinder und Jugendliche „MB21 – Mediale Bildwelten“

Festivalflyer Vorderseite Druck Mit dem MB21-Festival lädt der Deutsche Multimediawettbewerb für Kinder und Jugendliche „MB21 – Mediale Bildwelten“ am 13. November ab 12 Uhr in die Dresdner Scheune ein. Auf dem Festival bieten viele multimediale Mitmachaktionen Gelegenheit, die neuesten Entwicklungen digitaler Kultur kennen zu lernen und selber auszuprobieren.


Zum Auftakt des Festivals präsentiert das Team des Deutschen Multimediapreises für Kinder und Jugendliche das neue MB21-Logo mit dem Fassaden-Printer, einem Drucker, der Farbkugeln an die Wand feuert. Besucherinnen und Besucher können während des Festivals mit einem elektronischen Spielzeug ihren eigenen Sound basteln, 3D-Brillen selbst produzieren oder Machinima-Grußvideos und Tweets für die Twitterwall verschicken. Die interaktive Schreibox verspricht außergewöhnliche Portraits: Wer richtig loslässt, kann mit seinem Schrei den Auslöser bedienen und erhält ein ganz besonderes Foto als Erinnerung. Darüber hinaus laden Workshops dazu ein, 3D-Videos zu produzieren und mit dem Fassaden-Printer eigene Motive zu kreieren.

Im Rahmen des Multimediafestivals findet ab 16 Uhr die Preisverleihung des 12. Deutschen Multimediawettbewerbs für Kinder und Jugendliche „MB21 – Mediale Bildwelten“ statt, bei der Geld- und Sachpreise im Wert von 10.000 Euro verliehen werden. Ausgezeichnet werden die besten Beiträge in den Alterskategorien Vorschule, 7 bis 11 Jahre, 12 bis 16 Jahre und 17 bis 21 Jahre, darüber hinaus verleiht MB21 Sonderpreise für Medienkunst, Machinima, Schule, Creative Mobile, Medienkompetenz und Medienmacherinnen.

Im Anschluss an die Preisverleihung wird die Scheune zur Party- und Konzertzone. Zoe.LeelA (Berlin) und weitere Künstler des Creative Commons – NetLabels rec72 sorgen dabei für musikalische Akzente.

MB21 wird veranstaltet vom Medienkulturzentrum Dresden und von netzcheckers.de, dem Jugendportal für digitale Kultur. Weitere Informationen zu MB21 und dem MB21-Festival unter www.mb21.de.

Hier gibt es den Flyer zum MB21-Festival zum Download:

Festivalflyer Vorderseite

Festivalflyer Rückseite


    

 

 

19. Oktober 10

Die Partnerportale von netzcheckers.net: Info-Tagung am 17. November in München

Netzcheckersnet_vorderseite_final

 Mit Online-Communitys in der Jugendarbeit arbeiten? Einen attraktiven Web 2.0.-Auftritt hinbekommen? Das Netzwerk netzcheckers.net bietet die Möglichkeit, mit einer für die Jugendarbeit entwickelten (kostenfreien) Software einen Web-Auftritt mit eigener Online-Community zu gestalten und sich mit anderen Partnern zu vernetzen. Alle, die das Angebot von netzcheckers.net wahrnehmen, erhalten über das Netzwerk der derzeit 80 Partner Unterstützung für die Umsetzung ihrer Projekte.

Am 17. November findet von 14 bis 18 Uhr eine Info-Tagung zu den Partnerportalen von netzcheckers.net im Rahmen von „Inter@ktiv München“ statt. Hier werden die Partnerportale von netzcheckers.net vorgestellt, darüber hinaus erhalten die Interessierten Praxisberichte und Informationen zum Einstieg ins Netzwerk. Die Anmeldung ist möglich unter www.netzcheckers.net.

 

Mit den Partnerportalen will das Jugendportal netzcheckers.de die Jugendarbeit in Deutschland vernetzen, bestehende Kooperationen stärken und medienpädagogische Angebote ausweiten. Die Netzwerk-Partner profitieren von medienpädagogischem Service, der von der Teilnahme an Fachveranstaltungen und Spielaktionen über Beratung bis hin zu Methoden-Sets für Medienprojekte reicht. Darüber hinaus können sich die Netzwerk-Partner in Qualifizierungskursen und durch den Austausch im Netzwerk fortbilden.

16. September 10

Geocaching, QR-Codes und Augmented Reality

Optiscan_QR_Code Das 5. Fachforum Mobile Kommunikation in Ludwigshafen erkannte im Einsatz von Handys „neue Chancen für Medienpädagogik und Bildung“.

„Jeder im Raum weiß, was Geocaching ist? Das ist mir noch nie passiert!“ Referent Daniel Seitz von „mediale pfade“ ist erstaunt, hat aber gleich eine Deutung parat: Die Schatzsuche mit Hilfe von GPS-tauglichen Handys war bis vor wenigen Jahren ein Insidervergnügen, seitdem sind die Geocacher-Zahlen explodiert. Technik und Nutzungsgewohnheiten entwickeln sich beim Handy unverändert rasant, und auch der Handyeinsatz im Bildungsbereich ist keine absolute Ausnahme mehr. Das bewiesen 120 Teilnehmer aus ganz Deutschland bei der Fachtagung „5. Fachforum Mobile Kommunikation“, die medien+bildung.com mit den Partnern JFF Institut für Medienpädagogik, Netzcheckers und Lizzynet am 14. September 2010 in Ludwigshafen am Rhein veranstaltete.

Wagner „Handy – Eintrittskarte in die Jugendkultur oder Störfaktor im Bildungsbetrieb?“ war der Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Michael Wagner von der Donau-Universität Krems in Österreich überschrieben. Wagner plädierte klar für eine Einbeziehung des Handys in den Schulunterricht und bezog sich dabei auf kulturanthropologische Thesen: Elemente der heutigen Jugendkultur werden in die formale Kultur der Zukunft Eingang finden. Auch wenn man heute noch nicht wissen könne, welche Nutzungsformen dies letztendlich sein werden: Die Schule müsse sich auf dieses Experiment einlassen. Der Mut zum Experiment und zum Risiko, auch mal eine untaugliche Methode auszuprobieren, ist für Wagner substantiell für guten Unterricht.

Gleich sieben kurze Praxis-Reports belegten im Anschluss, wie vielfältig heute schon im pädagogischen Bereich mit Handys experimentiert und gearbeitet wird: Daniel Zils berichtete vom Projekt MyMobile, das medien+bildung.com mit sieben rheinland-pfälzischen Schulen in unterschiedlichen Klassenstufen und verschiedenen Fachzusammenhängen durchführt. Kathi Struckmeyer vom JFF Institut für Medienpädagogik München präsentierte den bundesweit renommiertesten Handyclipwettbewerb „ohrenblick“ und die praktischen Begleitprojekte, mit denen das JFF in Schulen aktiv ist. Martin Pinkerneil vom Informationsportal „handysektor“ legte eindrucksvoll dar, dass die „Datenschleuder“ Handy die jugendlichen und erwachsenen Nutzer vor teilweise ganz neue ethische Herausforderungen stellt.

Ulrike Schmidt Jugendliche Handynutzung hat einen klaren Gender-Aspekt: Um die “Mädchenvorlieben“ kümmert sich das Projekt LizzyNet, das Ulrike Schmidt vorstellte. Arnfried Böker von der Landesstelle Kinder- und Jugendschutz Sachsen-Anhalt ist es mit seinem spielerischen Ansatz u. A. gelungen, Themen wie Sexualität und Pornografie – die auch mit dem Multimediagerät Handy assoziiert sind – mit pubertierenden Jungen zu bearbeiten. Gelände- und Stadtspiele gehören zum Repertoire des Projekts „mediale pfade“, das Daniel Seitz vertrat. „Wenn das GPS-Handy zum Einsatz kommt und ‚Wandern‘ ‚Geocaching‘ heißt, wird Bewegung in der freien Natur plötzlich wieder attraktiv“, meinte Seitz.

In acht Workshops hatten die Teilnehmer am Nachmittag Gelegenheit, Vieles aus den Vorträgen selbst auszuprobieren. „Bitte Handy mitbringen!“ hieß es daher in der Tagungseinladung. Da galt es z. B. „QR-Codes“ – das sind quadratische Digitalcodes, wie sie heute nicht nur auf Onlinefahrkarten der Deutschen Bahn prangen – zu entschlüsseln oder kleine Handyclips zu drehen. Dass Technik nicht alles ist, bewies Arnfried Böker mit dem „Handy-Brunnen“ und dem Tischspiel „Pimp your Handy“. Auch „alte“ spielpädagogische Ideen taugen dazu, um mit Kindern und Jugendlichen über neue Medien ins Gespräch zu kommen.

Ertelt Jürgen Ertelt vom Projekt Netzcheckers widmete sich in seinem Abschlussvortrag den „Zukunftsvisionen“: „Augmented Reality“ – „erweiterte Realität“ auf dem Handy ist keine ferne Zukunft mehr. Google und Co. spielen uns dabei Informationen aufs Handy-Display zu den Bildern, die das Handy in unserer Umgebung „sieht“. Auch Personenerkennung ist keine Science Fiction mehr, und so werden wir in nicht allzu ferner Zukunft möglicherweise nicht nur mit dem Namen und den Lebensdaten unseres Gegenübers im Straßencafé bekannt gemacht, sondern auch mit seinen Einträgen bei Facebook und in anderen Webcommunities. Technisch ist das auf dem besten Weg. Politiker und Datenschützer haben „Augmented Reality“ noch nicht unbedingt auf der Rechnung. Zumindest die Medienpädagogen sind – das belegt der Erfolg des 5. Fachforums Mobile Kommunikation – der technischen und wirtschaftlichen Entwicklung hartnäckig auf der Spur.

Fotos: Moderatorin Katja Friedrich (medien+bildung.com) im Gespräch mit Ulrike Schmidt (LizzyNet), Prof. Dr. Michael Wagner (Donau-Universität Krems), Jürgen Ertelt (Netzcheckers) (Fotos: medien+bildung.com)

Presse-Ansprechpartner:

Hans-Uwe Daumann

Stv. Geschäftsführer, Öffentlichkeitsarbeit

(0621) 5202258 | (0151) 12704631

daumann[ät]medienundbildung.com

Medien bildung 

 

medien+bildung.com gGmbH

Lernwerkstatt Rheinland-Pfalz

Turmstr. 10

67059 Ludwigshafen

Geschäftsführerin: Katja Friedrich

HRB 60647

14. September 10

Wikipedia-Schulprojekt ab Herbst 2010 deutschlandweit

120px-Banner_neutral_125x125_border 2011 feiert die freie Enzyklopädie Wikipedia ihren 10. Geburtstag. Sie ist zu einem allgegenwärtigen Nachschlagewerk geworden und umfasst inzwischen weit über 1,1 Millionen Artikel, die in gedruckter Form mehr als 420 Lexikonbände füllen würden.

Beim der Arbeit mit der freien Enzyklopädie, die im Zusammenhang mit Schule häufig polarisiert, stellt sich jedoch immer wieder die Frage nach dem korrekten Umgang mit ihr. Wikimedia Deutschland, der gemeinnützige Förderverein der deutschsprachigen Wikipedia, organisiert daher seit 2006 das Wikipedia-Schulprojekt, das Schülerinnen und Schülern wie auch Lehrerinnen und Lehrern die Stärken und Schwächen von Wikipedia aufzeigen und sie für die Arbeit mit der Online-Enzyklopädie fit machen soll.

Ab Herbst 2010 bietet Wikimedia mit einem Netzwerk von Wikipedia-Autoren und Medienpädagogen erstmals Schulungen für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland an. Ziel des Wikipedia-Schulprojektes ist es, den kritischen Blick auf die freien Inhalte der Internet-Enzyklopädie zu schärfen und den kompetenten Umgang mit ihnen zu fördern.
Die Schulungen vermitteln Grundkenntnisse zur Wikipedia und zur Bewertung von Texten. Sie erklären, wie die Wikipedia funktioniert, zeigen anhand von zahlreichen Beispielen, wie Qualitätssicherung stattfindet und welche Regeln der freien Enzyklopädie zugrunde liegen. Darüber hinaus thematisiert das Schulprojekt, inwieweit man den Artikeln vertrauen kann und wo insbesondere für Schülerinnen und Schüler die Grenzen der Arbeit an den Texten liegen. Lehrerinnen und Lehrern bietet das Schulprojekt außerdem Anregungen, wie die Wikipedia im Unterricht eingesetzt werden kann.

Wer Fragen zum Wikipedia-Schulprojekt hat oder daran teilnehmen möchte, kann mit einer E-Mail an schule@wikimedia.de Kontakt mit Wikimedia Deutschland aufnehmen.

01. September 10

Handyclip-Wettbewerb „Ohrenblick mal!“ 2010 – noch sechs Wochen bis zum Einsendeschluss

OhrenblickHandys dienen durch ihre Multifunktionalität schon lange nicht mehr nur zum Telefonieren, sondern sind Statussymbol und wichtigstes Medium Jugendlicher für verschiedene Anlässe. Ob als Spielgerät, Foto- oder Filmkamera, zum Lernen oder Musikhören, das Handy ist immer und überall einsatzbereit und dabei. Daraus ergeben sich vielfältige Möglichkeiten des pädagogischen Einsatzes, aber auch neue Probleme und Aufgabenstellungen.

Deshalb veranstaltet das JFF – Institut für Medienpädagogik gemeinsam mit Jugend online und in Kooperation mit LizzyNet und medien+bildung.com in diesem Jahr zum sechsten Mal den deutschlandweiten Handyclipwettbewerb „Ohrenblick mal!“. Das JFF wird bei der Durchführung des Wettbewerbs von O2 unterstützt.

Ziel des Wettbewerbs ist es, Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, ihre Welt aus der ungewöhnlichen Perspektive des Handydisplays zu zeigen und sich dabei den kreativen Potenzialen ihres multimedialen Geräts zu nähern. Denn das Han-dy bietet ihnen die Möglichkeit, fast überall und jederzeit ihre Geschichten filmisch und fotografisch umzusetzen und somit individuell zu erzählen. „Nah dran“ müssen die Handyfilmer auch in diesem Jahr sein, denn mit dem Handy sind Jugendliche immer nah am Geschehen und werden deshalb aufgefordert, Clips zu produzieren, die speziell für das Handydisplay gemacht sind. Außerdem gibt es 2010 das Sonderthema „Du und deine Nachbarn“. Wie sieht es aus im Viertel? Was tut sich in dem Haus, in dem man wohnt? Wo würden die Jugendlichen gerne leben? Mit einer kreativen Antwort kann der Sonderpreis 2010 gewonnen werden.

Voraussetzungen sind, dass die eingereichten Clips möglichst nicht länger als zwei Minuten sind, die Produzentinnen und Produzenten zwischen 10 und 20 Jahren sind und die Rechte an allen verwendeten Bildern und Tönen besitzen. Außerdem sollten die Clips natürlich mit dem Handy aufgenommen sein. Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2010. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit, die fertigen Clips zum Wettbewerb hoch zu laden, gibt es auf www.ohrenblick.de.

Kontakt:
Kati Struckmeyer, Fon: 089-68989-143, E-Mail: kati.struckmeyer[ät]jff.de
Thomas Kupser, Fon: 089-68989-145, E-Mail: thomas.kupser[ät]jff.de

18. August 10

Jugend online auf der Gamescom - Start von "watch your game"

DSC03027 Rund um interaktive Spiele und Unterhaltung geht es vom 18. bis 22. August auf der Gamescom in Köln. Das Projekt Jugend online ist mit der Aktion „watch your game“, den Wettbewerben „MB21“ und „Ohrenblick mal!“ sowie dem Jugendportal netzcheckers.de und Beiträgen zu den Themen Jugendschutz und Medienpädagogik auf der größten Spielemesse der Welt vertreten.

In Halle 9 startet das Projekt „watch your game“, das Jugend online und Turtle Entertainment, der Betreiber der eSport-Liga, initiieren. Im Rahmen von „watch your game“ können die Besucherinnen und Besucher an einer QR-Code-Rallye teilnehmen, bei der sie per Handy ein Quiz-Labyrinth durchlaufen und Codes entschlüsseln, die thematische Internetlinks oder Texte enthalten. Darüber hinaus haben sie Gelegenheit, Machinima-Gruß-Videos zu verschicken, die aus Computerspielen erstellt werden. Ziel von „watch your game“ ist es, die jugendlichen Gamer für Jugendschutzfragen zu sensibilisieren und Diskussionen – zum Beispiel zur exzessiven Mediennutzung – anzuregen. Das Projekt wird bis zum Ende des Jahres in weiteren neun Veranstaltungen der Liga der Computerspieler stattfinden.

Der Stand im Jugendforum NRW in Halle 8 ist mit der eSport-Liga-Halle und „watch your game“ verknüpft. Auch hier können Besucherinnen und Besucher Machinima-Gruß-Videos verschicken oder von hier aus die QR-Code-Rallye starten. Darüber hinaus lädt Jugend online mit der „Scream-Box“ zu einem Foto-Shooting der besonderen Art: Wer richtig loslässt, kann mit seinem Schrei den Auslöser bedienen und erhält ein außergewöhnliches Foto als Erinnerung. Im Jugendforum NRW präsentieren sich zum Thema „Spielend lernen in virtuellen Welten“ ca. 30 Institutionen und zahlreiche Projekte aus Jugendhilfe und Schule mit Unterstützung des Ministeriums für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport des Landes NRW und in Kooperation mit der Stabsstelle Medien und dem Amt für Kinder, Jugend und Familie der Stadt Köln.

Neben den Mitmach-Aktionen veranstaltet Jugend online im Jugendforum NRW am 19. August von 13:30 Uhr bis 14:30 Uhr einen Jugendschutztalk, ferner geht es von 14:45 Uhr bis 15:30 Uhr um „mobile gaming – mobile learning“. Am 21. August heißt es von 11:00 Uhr bis 11:45 Uhr  „Best of MB21 und Ohrenblick“. Hier werden Beiträge zum Deutschen Multimediapreis für Kinder und Jugendliche „MB21 – Mediale Bildwelten“ und zum Handyclipwettbewerb „Ohrenblick mal!“ vorgestellt, die in Kooperation mit Jugend online veranstaltet werden.


 

Gefördert vom

  • BMFSFJ

Ein Projekt von

  • IJAB e.V.

Jugendportal für digitale Kultur

  • Netzcheckers

News von netzcheckers

Tagung 2009

  • Anmeldung: Das Ende der Privatheit - Fachtagung zu Strategien der Sensibilisierung von Jugendlichen im Umgang mit persönlichen Daten im Internet