Radikal
im Netz
Pädagogische, psychologische und politische Aspekte
der Mediennutzung von Jugendlichen
Rund 100 Teilnehmer beschäftigten
sich beim diesjährigen Gautinger Internet-Treffen mit den pädagogischen,
psychologischen und politischen Aspekten der Internetnutzung von
Jugendlichen.
Im Ergebnis kann festgehalten
werden, dass sich junge Menschen millionenfach in den virtuellen Welten tummeln
und die Pädagogik in völlig neuen Dimensionen gefordert ist, um die damit
einhergehenden Herausforderungen zu meistern. Ob Jugend- und Datenschutz,
rechtsradikale Inhalte, Suchtgefahren oder digitaler Exhibitionismus, die
vielschichtigen Konfliktpunkte erfordern zunehmend den interdisziplinären
Austausch.
Aus pädagogischer Sicht sind die
partizipativen Elemente des sogenannten Web 2.0 höchst
interessant, da viele Nutzungsanwendungen auch zur aktiven Teilhabe animieren.
Aufgrund der „radikalen“ Online-Aktivitäten der Heranwachsenden erhöht sich die
sozialisatorische Bedeutung von Medien vor allem da,
wo es um social networks,
also um die virtuellen communities,
geht.
Die Auseinandersetzung mit Medien
darf sich nicht in Verboten und/oder Wegschauen verlieren, sondern muss in
breitenwirksamem Ausmaß in allen Erziehungsfeldern angegangen werden – so das
Fazit des 9. Gautinger Internet-Treffens. Es darf nicht sein, dass es im
Internet brennt und die Pädagogik pennt. Das provozierende Motto des
diesjährigen Gautinger Internet-Treffens lautet daher: Jede Pädagogik heute ist
auch Medienpädagogik.
Mit dem Verlauf der
Veranstaltung waren die Kooperationspartner überaus zufrieden. Die Resonanz der
Tagungsteilnehmer belegt, dass das Thema „Radikal im Netz“ den Nerv der Zeit
getroffen hat.
Die erstmalige Kooperation mit
Jugend online hat sich als synergiereiche Zusammenarbeit
erwiesen.
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