Wie verändert sich Jugendarbeit mit social media?
call for projects – Einladung zur Beteiligung (Frist 1. März 2011)
Wie in der Jugendarbeit social media-Angebote wie facebook, YouTube, Blogs etc. integriert
werden sollten, warum welche Ansätze (nicht) erfolgreich/empfehlenswert sind und welche
Veränderungen damit verbunden sind, steht im Fokus der Juni-Ausgabe der
medienpädagogischen Zeitschrift merz. medien + erziehung (Fachredaktion Jürgen Ertelt und
Niels Brüggen).
Jugendliche – social media – Jugendarbeit
Dass Jugendliche social media in für Jugendarbeit relevanten Bereichen in ihre Lebens- und
Medienwelten integrieren, kann gut auf Grundlage vorliegender Forschungsergebnisse
aufgezeigt werden:
- Die Selbstdarstellung und Vernetzung Jugendlicher ist vor dem Hintergrund der
Entwicklungsaufgaben Identitätsarbeit sowie der Gestaltung sozialer Integration und
Teilhabe zu sehen und bieten Jugendlichen dabei neue Möglichkeiten, stellt sie aber
auch vor neue Herausforderungen.
- Jugendliche nutzen die Möglichkeiten des Netzes zur thematischen Vernetzung und
tauschen sich über Inhalte aus, arbeiten kollektiv zusammen etc.
- Jugendliche nutzen social media um sich über ihr soziales Umfeld zu informieren,
aber auch um sich in zivilgesellschaftlichen/politischen Fragen zu orientieren,
positionieren, einzubringen oder auch andere zu aktivieren.
Deutlich wird, dass eine Funktion von Jugendarbeit ‚einen Ort für selbstbestimmten
Austausch von Jugendlichen bereitzustellen‘ von Jugendlichen in diesen medialen Räumen
teilweise auch eigenständig realisiert werden kann. Allerdings zeigen sich entlang von
Bildungsgängen deutliche Unterschiede in der Nutzung der Möglichkeiten von social media,
wie auch bei der Relevanz von spezifischen Problemlagen.
Wie social media vor diesem Hintergrund in Jugendarbeit integriert werden sollte, wird
derzeit sowohl auf Verbandsebene wie auch in konkreten Projekten diskutiert und erprobt.
Diese Erfahrungen sollen mit dem vorliegenden call und dem Themenschwerpunkt in der
merz gebündelt werden, um die Diskussion und ggf. auch Entscheidungsprozesse zu
unterstützen.
Neben der Frage, wie social media zielführend in der Jugendarbeit genutzt werden kann, soll
insbesondere auch die Frage, welche Veränderungen und Konsequenzen sich daraus für
Jugendarbeit selbst ergeben, betrachtet werden. Entsprechende Fragestellungen ergeben
sich beispielsweise mit Blick auf Arbeitsweisen/-aufträge, Verantwortungsbereiche und
Partizipation, Öffentlichkeit der Arbeit, kommerzielle Rahmenbedingungen vieler Angebote
etc.
Auf eine Frage gebracht stellt der call die Frage:
Wie verändert sich Jugendarbeit mit social media?
Link zum cfp > http://www.jff.de/dateien/call_for_projects-Jugendarbeit_socialmedia.pdf (pdf)



