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07. Februar 11

Wie verändert sich Jugendarbeit mit social media?

Merz call for projects – Einladung zur Beteiligung (Frist 1. März 2011)

 

Wie in der Jugendarbeit social media-Angebote wie facebook, YouTube, Blogs etc. integriert
werden sollten, warum welche Ansätze (nicht) erfolgreich/empfehlenswert sind und welche
Veränderungen damit verbunden sind, steht im Fokus der Juni-Ausgabe der
medienpädagogischen Zeitschrift merz. medien + erziehung (Fachredaktion Jürgen Ertelt und
Niels Brüggen). 

Jugendliche – social media – Jugendarbeit
Dass Jugendliche social media in für Jugendarbeit relevanten Bereichen in ihre Lebens- und
Medienwelten integrieren, kann gut auf Grundlage vorliegender Forschungsergebnisse
aufgezeigt werden:
- Die Selbstdarstellung und Vernetzung Jugendlicher ist vor dem Hintergrund der
Entwicklungsaufgaben Identitätsarbeit sowie der Gestaltung sozialer Integration und
Teilhabe zu sehen und bieten Jugendlichen dabei neue Möglichkeiten, stellt sie aber
auch vor neue Herausforderungen.
- Jugendliche nutzen die Möglichkeiten des Netzes zur thematischen Vernetzung und
tauschen sich über Inhalte aus, arbeiten kollektiv zusammen etc.
- Jugendliche nutzen social media um sich über ihr soziales Umfeld zu informieren,
aber auch um sich in zivilgesellschaftlichen/politischen Fragen zu orientieren,
positionieren, einzubringen oder auch andere zu aktivieren.

Deutlich wird, dass eine Funktion von Jugendarbeit ‚einen Ort für selbstbestimmten
Austausch von Jugendlichen bereitzustellen‘ von Jugendlichen in diesen medialen Räumen
teilweise auch eigenständig realisiert werden kann. Allerdings zeigen sich entlang von
Bildungsgängen deutliche Unterschiede in der Nutzung der Möglichkeiten von social media,
wie auch bei der Relevanz von spezifischen Problemlagen.
Wie social media vor diesem Hintergrund in Jugendarbeit integriert werden sollte, wird
derzeit sowohl auf Verbandsebene wie auch in konkreten Projekten diskutiert und erprobt.
Diese Erfahrungen sollen mit dem vorliegenden call und dem Themenschwerpunkt in der
merz gebündelt werden, um die Diskussion und ggf. auch Entscheidungsprozesse zu
unterstützen.
Neben der Frage, wie social media zielführend in der Jugendarbeit genutzt werden kann, soll
insbesondere auch die Frage, welche Veränderungen und Konsequenzen sich daraus für
Jugendarbeit selbst ergeben, betrachtet werden. Entsprechende Fragestellungen ergeben
sich beispielsweise mit Blick auf Arbeitsweisen/-aufträge, Verantwortungsbereiche und
Partizipation, Öffentlichkeit der Arbeit, kommerzielle Rahmenbedingungen vieler Angebote
etc.
Auf eine Frage gebracht stellt der call die Frage:
Wie verändert sich Jugendarbeit mit social media?
Link zum cfp >  http://www.jff.de/dateien/call_for_projects-Jugendarbeit_socialmedia.pdf (pdf)

24. Januar 11

"Familie 2020: Aufwachsen in der digitalen Welt“ Tagung vom 1. – 2. März 2011 in Fulda

Familie2020Titelweb Digitale Medien sind fester Bestandteil unseres Alltags geworden. Täglich kommen neue Geräte und Dienste auf den Markt. Während die junge Generation scheinbar mühelos mit diesen Medien umgeht, tragen sie bei Erwachsenen zu einer wachsenden Verunsicherung bei. Immer stärker drängen Jugendliche in die sozialen Netzwerke des Internets und erschließen sich damit eigene Kommunikationsräume, die sie gegenüber Eltern und „Erwachsenen“ abschotten.

Den Ursachen, Auswirkungen und Konsequenzen dieser Entwicklung geht die Tagung „Familie 2020: Aufwachsen in der digitalen Welt“ nach, die am 1. und 2. März in Fulda stattfindet. Sie setzt sich mit Veränderungen im gesellschaftlichen Kommunikationsverhalten auseinander und will positive Möglichkeiten im Umgang mit den neuen Medien für die Familie vorstellen. Mit Praxisbeispielen, darunter die von Jugend online initiierte Kampagne „watch your web“, sollen Wege aufgezeigt werden, wie Familie Medienkompetenz erwerben und wie Medienkompetenz nachhaltig vermittelt werden kann. Workshops zu den Themen Web 2.0, Handy und Computerspiele, Vorträge sowie eine Diskussionsrunde vervollständigen das Tagungsprogramm.

Veranstaltet wird die Tagung von der Arbeitsgemeinschaft katholisch-sozialer Bildungswerke in der Bundesrepublik Deutschland, dem Bonifatiushaus, der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien und dem Institut für Medienpädagogik und Kommunikation. Die Anmeldung ist bis zum 15. Februar 2011 mit der Rückmeldekarte an das Bonifatiushaus in Fulda möglich. Informationen zum Programm und den Referierenden gibt es im Tagungs-Flyer, die Rückmeldekarte gibt es hier.


16. September 10

Geocaching, QR-Codes und Augmented Reality

Optiscan_QR_Code Das 5. Fachforum Mobile Kommunikation in Ludwigshafen erkannte im Einsatz von Handys „neue Chancen für Medienpädagogik und Bildung“.

„Jeder im Raum weiß, was Geocaching ist? Das ist mir noch nie passiert!“ Referent Daniel Seitz von „mediale pfade“ ist erstaunt, hat aber gleich eine Deutung parat: Die Schatzsuche mit Hilfe von GPS-tauglichen Handys war bis vor wenigen Jahren ein Insidervergnügen, seitdem sind die Geocacher-Zahlen explodiert. Technik und Nutzungsgewohnheiten entwickeln sich beim Handy unverändert rasant, und auch der Handyeinsatz im Bildungsbereich ist keine absolute Ausnahme mehr. Das bewiesen 120 Teilnehmer aus ganz Deutschland bei der Fachtagung „5. Fachforum Mobile Kommunikation“, die medien+bildung.com mit den Partnern JFF Institut für Medienpädagogik, Netzcheckers und Lizzynet am 14. September 2010 in Ludwigshafen am Rhein veranstaltete.

Wagner „Handy – Eintrittskarte in die Jugendkultur oder Störfaktor im Bildungsbetrieb?“ war der Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Michael Wagner von der Donau-Universität Krems in Österreich überschrieben. Wagner plädierte klar für eine Einbeziehung des Handys in den Schulunterricht und bezog sich dabei auf kulturanthropologische Thesen: Elemente der heutigen Jugendkultur werden in die formale Kultur der Zukunft Eingang finden. Auch wenn man heute noch nicht wissen könne, welche Nutzungsformen dies letztendlich sein werden: Die Schule müsse sich auf dieses Experiment einlassen. Der Mut zum Experiment und zum Risiko, auch mal eine untaugliche Methode auszuprobieren, ist für Wagner substantiell für guten Unterricht.

Gleich sieben kurze Praxis-Reports belegten im Anschluss, wie vielfältig heute schon im pädagogischen Bereich mit Handys experimentiert und gearbeitet wird: Daniel Zils berichtete vom Projekt MyMobile, das medien+bildung.com mit sieben rheinland-pfälzischen Schulen in unterschiedlichen Klassenstufen und verschiedenen Fachzusammenhängen durchführt. Kathi Struckmeyer vom JFF Institut für Medienpädagogik München präsentierte den bundesweit renommiertesten Handyclipwettbewerb „ohrenblick“ und die praktischen Begleitprojekte, mit denen das JFF in Schulen aktiv ist. Martin Pinkerneil vom Informationsportal „handysektor“ legte eindrucksvoll dar, dass die „Datenschleuder“ Handy die jugendlichen und erwachsenen Nutzer vor teilweise ganz neue ethische Herausforderungen stellt.

Ulrike Schmidt Jugendliche Handynutzung hat einen klaren Gender-Aspekt: Um die “Mädchenvorlieben“ kümmert sich das Projekt LizzyNet, das Ulrike Schmidt vorstellte. Arnfried Böker von der Landesstelle Kinder- und Jugendschutz Sachsen-Anhalt ist es mit seinem spielerischen Ansatz u. A. gelungen, Themen wie Sexualität und Pornografie – die auch mit dem Multimediagerät Handy assoziiert sind – mit pubertierenden Jungen zu bearbeiten. Gelände- und Stadtspiele gehören zum Repertoire des Projekts „mediale pfade“, das Daniel Seitz vertrat. „Wenn das GPS-Handy zum Einsatz kommt und ‚Wandern‘ ‚Geocaching‘ heißt, wird Bewegung in der freien Natur plötzlich wieder attraktiv“, meinte Seitz.

In acht Workshops hatten die Teilnehmer am Nachmittag Gelegenheit, Vieles aus den Vorträgen selbst auszuprobieren. „Bitte Handy mitbringen!“ hieß es daher in der Tagungseinladung. Da galt es z. B. „QR-Codes“ – das sind quadratische Digitalcodes, wie sie heute nicht nur auf Onlinefahrkarten der Deutschen Bahn prangen – zu entschlüsseln oder kleine Handyclips zu drehen. Dass Technik nicht alles ist, bewies Arnfried Böker mit dem „Handy-Brunnen“ und dem Tischspiel „Pimp your Handy“. Auch „alte“ spielpädagogische Ideen taugen dazu, um mit Kindern und Jugendlichen über neue Medien ins Gespräch zu kommen.

Ertelt Jürgen Ertelt vom Projekt Netzcheckers widmete sich in seinem Abschlussvortrag den „Zukunftsvisionen“: „Augmented Reality“ – „erweiterte Realität“ auf dem Handy ist keine ferne Zukunft mehr. Google und Co. spielen uns dabei Informationen aufs Handy-Display zu den Bildern, die das Handy in unserer Umgebung „sieht“. Auch Personenerkennung ist keine Science Fiction mehr, und so werden wir in nicht allzu ferner Zukunft möglicherweise nicht nur mit dem Namen und den Lebensdaten unseres Gegenübers im Straßencafé bekannt gemacht, sondern auch mit seinen Einträgen bei Facebook und in anderen Webcommunities. Technisch ist das auf dem besten Weg. Politiker und Datenschützer haben „Augmented Reality“ noch nicht unbedingt auf der Rechnung. Zumindest die Medienpädagogen sind – das belegt der Erfolg des 5. Fachforums Mobile Kommunikation – der technischen und wirtschaftlichen Entwicklung hartnäckig auf der Spur.

Fotos: Moderatorin Katja Friedrich (medien+bildung.com) im Gespräch mit Ulrike Schmidt (LizzyNet), Prof. Dr. Michael Wagner (Donau-Universität Krems), Jürgen Ertelt (Netzcheckers) (Fotos: medien+bildung.com)

Presse-Ansprechpartner:

Hans-Uwe Daumann

Stv. Geschäftsführer, Öffentlichkeitsarbeit

(0621) 5202258 | (0151) 12704631

daumann[ät]medienundbildung.com

Medien bildung 

 

medien+bildung.com gGmbH

Lernwerkstatt Rheinland-Pfalz

Turmstr. 10

67059 Ludwigshafen

Geschäftsführerin: Katja Friedrich

HRB 60647

17. Juni 10

5. Fachforum Mobile Kommunikation: Neue Chancen für Medienpädagogik und Bildung

Fmk Am 14. September 2010 findet in Ludwigshafen das 5. Fachforum Mobile Kommunikation statt. Die Fachtagung steht in diesem Jahr unter dem Motto "Neue Chancen für Medienpädagogik und Bildung" und setzt neue Impulse für den Einsatz des Handys in der Medien-und Bildungsarbeit.

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenlos und wird in einigen Bundesländern als Fortbildung anerkannt.

Das Handy in der Bildungsarbeit

Das Handy ist heute ein fast unverzichtbarer Bestandteil der Alltagskultur - gerade bei Jugendlichen. Das Mobiltelefon wird dabei zur Schaltzentrale der Kommunikation untereinander via Telefonie, SMS und Internet. Zugleich dient es als Medienzentrum mit Musik über Fotos bis Film. Zusätzlich stehen etwa 140.000 kleine Programme, so genannte Applications oder kurz Apps, zur Verfügung, die sich auf die neue Generation von Mobiltelefonen herunterladen lassen und die unterschiedlichsten Anwendungsbereiche erschließen - von Spielen, Unterhaltung, Sprachen, Kultur bis Informationen.

Diese Entwicklungen bieten auch gute Ansatzpunkte für eine zeitgemässe Medienpädagogik und Bildung. Diesen neuen Chancen und den Einsatzmöglichkeiten von Handys in den schulischen und außerschulischen Bildungsprozessen wird diese Fachtagung nachgehen.

Das komplette Tagungsprogramm des 5. Fachforum Mobile Kommunikation "Neue Chancen für Medienpädagogik und Bildung" gibt es hier als Download: Flyer von Handyforum herunterladen

Anmeldung bei Wolfgang Wilhelm (m+b.com)

Wilhelm[ät]medienundbildung.com

Tel.: 06 21 - 52 02 275

Wann und wo

14.09.2010, 10.00 bis 17.00 Uhr

5. Fachforum für Mobile Kommunikation

"Neue Chancen für Medienpädagogik und Bildung"

Ludwigshafen, Ostasien-Institut, Rheinpromenade 12

02. Juni 10

Der Umweltchecker – Die UNESCO vergibt Auszeichnung an das Jugendportal

Umweltchecker-twitter2 Die Deutsche UNESCO-Kommission hat das Portal „Der Umweltchecker“ als Projekt der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ ausgezeichnet. Die Auszeichnung erhalten Aktionen, die die Anliegen dieser weltweiten bildungsoffensive der Vereinten Nationen vorbildlich umsetzen: Sie vermitteln Kindern und Erwachsenen nachhaltiges Denken und Handeln.

„Der Umweltchecker leistet vorbildliche Arbeit. Die Arbeit vermittelt Wissen und Kompetenzen für eine nachhaltige Entwicklung unserer Gesellschaft und liefert das Rüstzeug, um Antworten auf wichtige Zukunftsfragen zu finden“, so Prof. Gerhard de Haan, Vorsitzender des Nationalkomitees der UN-Dekade in Deutschland und Mitglied der Jury.

Community für Natur und Umwelt

Der Umweltchecker ist ein Portal und eine Community für Jugendliche im Alter ab etwa zwölf Jahren. Hier gibt es Seiten mit Informationen, Artikeln, Videos und witzigen Fundstücken zu den Themen: Tierisch, Grünzeug, Leben & Lernen, Aktiv & Draußen, Wasser, Energie & Klima, Natur & Technik, Natur- und Umweltschutz, Naturgewalten und Wettbewerbe. Jeden Monat kommen ein bis zwei neue Themenseiten hinzu. Aktuelle Nachrichten zu Natur- und Umweltthemen werden regelmäßig in der Newsbox veröffentlicht. Und über die Beepbox kann innerhalb der Portale getwittert werden – Schnittstelle zu Twitter eingeschlossen.

Wer sich registriert, kann auf Weblog, Fotoalbum, Messenger zugreifen und Freunde finden. In die Videobox können eigene Umweltvideos eingestellt werden. Es gibt Fotoalben für eigene Fotos und viele Infos und Artikel – auch als Hintergrund für Referate hilfreich. Und wer Lust hat, kann mit dem Handylogo und Handyklingelton Designer kreativ werden und das eigene Handy individuell gestalten. Die Registrierung bei „Der Umweltchecker“ ist natürlich kostenlos.

Vorschläge, Material und Informationen zu weiteren oder bestehenden Themen sind immer willkommen.

Der Umweltchecker ist Bestandteil einer großen Community von Partnerportalen (netzcheckers.net) für Kinder und Jugendliche rund um das Portal Netzcheckers.de.

Die Adresse: http://www.umweltchecker.de

28. April 10

Weiterbildungsprogramm Computermedienpädagogik MaC*plus

Josefstal mac „All Kids are Cyberkids“ - Eingeborene des Internets. Pädagogik im Zeitalter des Web 2.0 muss daher immer auch Computermedienpädagogik sein - mediendidaktisch und technologisch versierte professionelle Kompetenz.

Chancen digitaler Medien in Jugendarbeit und Schule nutzen lernen, Lust an der eigenen Kreativität, an faszinierenden Entdeckungen begleiten den persönlichen Weg zu einer neuen Lernkultur und zu beruflichen Perspektiven im

Weiterbildungsprogramm MaC*plus - *Menschen am Computer

Der erste Kursteil beginnt am 10. September 2010, das MaC*plus Programm endet - mit Zertifikat als ComputermedienpädagogIn - im März 2012.

Details zum MaC*plus - Gesamtprogramm mit vier Seminaren in Josefstal, zwischen Berg und See und zwei eLearning-Kursteilen „daheim“, für pädagogisch Engagierte Windows-, Linux- und Apple-UserInnen:

www.josefstal.de/mac/plus/

Leitung und weitere Auskünfte: Wolfgang Schindler

09. April 10

Rückschau – 11. Gautinger Internet-Treffen "Gutes Netz – böses Netz"

Git10 Bereits zum 11. Mal versammelten sich beim Gautinger Internet-Treffen medienpädagogisch Interessierte zum Austausch, zur Information und zur Diskussion. Das Thema „Gutes Netz – böses Netz“  traf den Nerv der Zeit. Tatsächlich gibt es wichtige Trends im Web 2.0, über deren Für und Wider sich das Nachdenken lohnt. Die Stichpunkte dazu lauten: Kulturflatrate, Datenschutz, Onlinezensur, Netzpolitik, Mediatisierung, Isolation vs. Kommunikation, flashmobs,  Onlinegames, und creative commons. Über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten sich an beiden Tagen intensiv und engagiert mit diesen für die Kinder- und Jugendkulturarbeit wichtigen Inhalten auseinander.

Vorträge und Workshops                         

Eröffnet wurde die zweitägige Fachtagung von Maren Würfel, Universität Erfurt und  Marika Ratthei, Universität Leipzig, mit dem Vortrag „Sozialisationsforschung von Jugendlichen im Internet. Entwicklungslinien und aktuelle Tendenzen“.  Das Referat beleuchtete das Verhältnis von Jugend, Medien und Gesellschaft.  Beide betonten, dass sich Jugendliche in einer mediatisierten Multioptionsgesellschaft befinden, die ihnen (mitunter riskante) Freiheiten bietet. Sie weisen in ihrer Internetnutzung ein hohes Sendungsbewusstsein auf und nutzen bevorzugt Onlineangebote,  bei denen die Möglichkeiten von Rezeption, Kommunikation und Gestaltung miteinander verschmelzen.

Der zweite Veranstaltungstag begann mit dem Beitrag „Kulturflatrate: Pro und Contra“ von Marcel Weiß. Der Blogger und Berater betrachtet filesharing nicht als Problem, sondern als Symptom der digitalen Kostenstruktur.

Die Relevanz von Computerspielen betonte Ibrahim Mazari in seinem Vortrag  „Online-Games und die hohe Faszination auf Jugendliche“ .Dabei stellte Herr Mazari die Spielerszene weltweit und v.a. in Deutschland vor.  Onlinegames sind für ihn eine Form von  Sport und haben,  insbesondere seit der Evolution des Mehrspielermodus,  einen  pädagogischen Mehrwert.  Seiner Ansicht nach werden  für die kommende Generation (Online-)Games zum alltäglichen kulturellen Content gehören. Er rief pädagogisch Verantwortliche dazu auf,  sich intensiv und vorurteilsfrei mit Onlinegames zu beschäftigen.

Zum Abschluss des Gautinger Internet-Treffens folgte eine Premiere:  In Zusammenarbeit mit dem Münchner Netzwerk Inter@ktiv wurde ein Mediensalon mit Markus Beckedahl zum Thema „Netzpolitik – Neue Öffentlichkeiten im Netz“ realisiert. In einem sehr unterhaltsamen und anregenden Vortrag berichtete Beckedahl von seinen Bemühungen und Erfolgen,  mit Hilfe einer breiten Internetöffentlichkeit Kampagnen und Aktionen zum Thema Zensur, Datenschutz etc. zu starten.

Dieser Vortrag war ein gelungener Abschluss für das 11. Gautinger Internet-Treffen und weckte großes Interesse an diesem Thema.

An beiden Tagen gab es darüber hinaus  14 themenzentrierten Workshops  mit kompetenten Referentinnen und  Referenten aus breit gestreuten Praxisfeldern.

Kooperationsprojekte "Neue Medien und Internet"

Im Rahmen des Gautinger Internettreffens erfolgte auch dieses Jahr  die Präsentation der Medienprojekte, die vom Münchner Stadtjugendamt gefördert wurden. Insgesamt  12 Projektgruppen zeigten ihre Ergebnisse zum Thema  "Du & das Internet – Die digitale Welt aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen“.

Besonderheiten

Dieses Gautinger Internet-Treffen wurde zum zweiten Mal per Stream live ins Internet übertragen. Eine Kamera im Plenum ermöglichte es Online-Gästen, den Tagungsablauf zu verfolgen. In Spitzenzeiten  nahmen so bis zu 50 Besucher virtuell am Geschehen teil.

Eine Partizipation der besonderen Art war die Einbindung einer „Twitter-Wall“ im Plenum. Die dabei geäußerten Kommentare können unter dem Twitter-Hashtag #git10 nachgelesen werden.

Zum Abschluss…

Impressionen der Veranstaltung sowie weitere Informationen finden Sie unter der Internetadresse: www.git.mixxt.de.

Vorgemerkt:

Das 12. Gautinger Internet-Treffen wird am 22. und 23. März 2011 stattfinden.

Verantwortlich für das 11. Gautinger Internet-Treffen:

Albert Fußmann (Institut für Jugendarbeit, Gauting), Hans-Jürgen Palme (SIN - Studio im Netz e.V., München), Jürgen Ertelt (IJAB - Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der BRD e.V., Bonn) sowie die Organisatorin Eva Deibele (SIN - Studio im Netz e.V.).

26. März 10

Das Geocaching-Camp vom 11.-13. Juni 2010 in Herzogsägmühle in Oberbayern

Geocachingcamp Jugend Online veranstaltet in Zusammenarbeit mit Mediale Pfade zum zweiten Mal das Geoaching-Camp für Workshop-LeiterInnen und Interessierte und lädt dazu herzlich vom 11.-13. Juni 2010 nach Herzogsägmühle in Oberbayern ein.

Für das Geocaching-Camp ist es gelungen, ein buntes Programm mit Workshops verschiedenster Akteure im Bereich mobiles Spielen und Lernen, Geocaching, Stadtraumerkundung, Naturpädagogik, (Kunst-)Aktion im öffentlichen Raum etc. zusammen zu stellen. Dazu ist noch Platz für weitere Ideen und Akteure. Interessierte können dazu gerne im Vorfeld Kontakt zu den Veranstaltern (Kontaktadressen siehe unten) aufnehmen oder bringen sich vor Ort mit ein.  

Das Geocaching-Camp ist in diesem Jahr an das Barcamp-Format angelehnt, um vor allem am Samstag eine möglichst hohe Beteiligung aller Teilnehmenden, Jugendlicher wie MultiplikatorInnen, als TeilnehmerIn und Workshop-LeiterIn zu ermöglichen. Am Sonntag steht dann die Planung des Aktionstages am 3. Juli 2010 im Mittelpunkt. An diesem Aktionstag sollen dezentral im ganzen Bundesgebiet Mobile-Gaming-Aktionen stattfinden. Die Teilnehmenden des Geocaching-Camps sollten am 3. Juli 2010 bei sich vor Ort eine Aktion mit Jugendlichen durchführen, die Spannendes und die erarbeitete "Muster-Gaming-Aktion" des Camps aufgreift und in der Praxis erprobt. 

Eingeladen sind alle Interessierten, Pädagogen, Aktive in der Jugend-/Bildungsarbeit, Jugendliche, Jugendgruppen und Interessierte am Themenfeld. Die Teilnahme am Geocaching-Camp ist kostenlos, lediglich die Anfahrt ist selbst zu tragen. Das Geocaching-Camp ist auch ein Camp zum Campieren, die Teilnehmer sollten also Zelt und Schlafsack mitbringen.

Die Anmeldung zum Geocaching-Camp sollte bis zum 27. Mai 2010 über http://www.amiando.com/geocachingcamp.html stattfinden.  

Alle Informationen stets aktualisiert unter: http://geocaching.netzcheckers.net - Im Vorfeld des Events kann man sich dort bereits austauschen oder auch Fahrgemeinschaften bilden etc. Das Geocaching-Camp ist ebenso auf Facebook vertreten. Der Hashtag für Twitter ist #gcc10.

Die Ansprechpartner zum Geocaching-Camp sind:

Jürgen Ertelt, Jugend Online, jon@ijab.de

Daniel Seitz, Mediale Pfade,  info@medialepfade.de

und das Organisations-Team aus Herzogsägmühle

23. März 10

„Seid kreativ, denkt quer, seid kritisch und genial“ – Fantasie ist gefragt beim 12. Deutschen Multimediapreis für Kinder und Jugendliche „MB21 – Mediale Bildwelten“

Image001 Kreativ und digital – Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre können jetzt ihre multimedialen Beiträge einsenden, die sie in Freizeit oder Schule entwickelt haben. Animationen, Blogs/Webseiten, selbstprogrammierte Software, Medienkunst, eine Kombination aus Off- und Onlinemedien oder Realitat und Virtualität – es gibt keine Grenzen für die Ideen der Kinder und Jugendlichen.

Einsendeschluss für die Wettbewerbsbeiträge ist der 1. Oktober 2010. Wer am Wettbewerb teilnehmen möchte, kann sich unter www.mb21.de anmelden.

 Für diejenigen, die keinen Zugang zu Technik und Produktionsmitteln, dafür aber den Kopf voller Einfälle haben, prämiert der Deutsche Multimediapreis Projektideen in der Kategorie „Mediale Baustellen“. Als Preis winkt ein Workshop, der Kinder und Jugendliche bei der Umsetzung ihrer Ideen unterstützt. Der Anmeldeschluss hierfür ist der 15. Mai 2010.

Im letzten Jahr gewann beispielsweise ein junger Medienmacher, der ein Theaterstück als Computerspiel umsetzen wollte. Im Workshop erarbeitete er mit einem  Spielentwickler die Game-Engine und einem Spieledesigner das Layout für eine Spielszene.

 Auf dem großen MB21-Mitmachfestival vom 12.-14. November 2010 in der Scheune Dresden werden die Gewinner gekürt. Sie erhalten Preise in einer Gesamthöhe von 10.000 €.

 Veranstaltet und organisiert wird MB21 vom Medienkulturzentrum Dresden e.V. und netzcheckers.de, dem Jugendportal für digitale Kultur. Netzcheckers.de ist Teil von Jugend Online, einem Projekt von IJAB – Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V. und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Hier weitere Informationen zum Wettbewerb und zur Anmeldung als pdf zum Herunterladen oder unter www.mb21.de.

Im Anhang senden wir Ihnen das Ausschreibungsfaltblatt 2010.

Kontakt:                                                                   

Medienkulturzentrum Dresden e.V.

Projektleitung: Kirsten Mascher                                

Wettbewerbsbüro: Doreen Mewes             

Schandauer Straße 64                                                        

01277 Dresden 

Tel.: 0351- 315 40 675 | Fax: 0351- 315 40 671

Email: mail[ät]mb21.de

www.mb21.de | www.medienkulturzentrum.de

 

08. Februar 10

"Verschwunden im Netz" - Jagd auf die Datenmafia: Spiel und Methodenset als kostenloser Download zum Safer Internet Day

SpielbrettCommunities, Privatsphäre und Datenschutz sind Thema eines Brettspiels. „Jugend online“ stellt zum Safer Internet Day 2010 die Inhalte eines Methodensets zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Eine Datenmafia will mit Millionen erbeuteter Daten das große Geschäft machen. Ein Detektiv-Team versucht die 10 Server, auf denen die Datenmafia die Daten versteckt hat, zu finden, bevor die Daten zur illegalen Verwendung weiterverkauft werden können.

Keine Angst, was sich wie eine reißerische Meldung zum Safer Internet Day 2010 anhört, ist die Rahmenhandlung des Brettspiels „Verschwunden im Netz“. Das Spiel ist Teil eines Methodensets, zur Sensibilisierung von Jugendlichen im Umgang mit persönlichen Daten im Internet und in Sozialen Netzwerken. Das Methodenset wurde vom Projektbüro „Jugend online“ gemeinsam mit Spiel- und Medienpädagogen entwickelt und kostenlos an Jugendeinrichtungen abgegeben.

„Ein schönes Spiel, passend zum Thema“ findet Olaf Teuerle, Sozialpädagoge in Gera, der das Spiel als einer der ersten in seiner Jugendeinrichtung erprobt hat. „Schnell sprang der Funke über, die Jugendlichen waren fair und begeistert trotz unterschiedlichem Wissensstand bei der Sache. Als Team von Detektiven (ist ja eh cool) jagten wir eine Datenräuber-Bande über den Globus, beantworteten und diskutierten die Fragen zu Communities, Privatsphäre, Datenschutz, und ähnlichem und versuchten, soviel wie möglich Datenpakete auf Computern zu finden und zu retten. Wären da bloß nicht immer die Ereignisfragen, die in aller Regel nichts Gutes bedeuten…“

Einen Nachteil gibt es jedoch: Ein schönes Spiel zu entwickeln und kostenlos abzugeben hat finanzielle Grenzen. Schon kurz nach Erscheinen waren daher alle Methodensets vergeben. Damit Spiel und Methodenset weiter für die Jugendarbeit zur Verfügung stehen, hat „Jugend online“ zum Safer Internet Day 2010 alle Bestandteile des Methodensets zum kostenlosen Download online gestellt. Mit etwas Geschick kann man sich ein eigenes Spiel bauen, aber auch schon mit den Frage-Karten des Spiels und mit den Methodenblättern lassen sich Aktionen in Jugendeinrichtungen durchführen.

Gefördert vom

  • BMFSFJ

Ein Projekt von

  • IJAB e.V.

Jugendportal für digitale Kultur

  • Netzcheckers

News von netzcheckers

Tagung 2009

  • Anmeldung: Das Ende der Privatheit - Fachtagung zu Strategien der Sensibilisierung von Jugendlichen im Umgang mit persönlichen Daten im Internet