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30. Juni 11

Jugend online veröffentlicht Projektdokumentation

Broschuere Von 2006 bis 2011 bestand das Projekt "Jugend online" bei IJAB. Ziel war es, den kreativen und kritischen Umgang mit Internet, Multimedia und mobilen Medien sowie die informationelle Selbstbestimmung junger Menschen zu fördern. Zum 30. Juni endet das Projekt. Viele der im Projekt gemachten Erfahrungen aber bleiben und werden nun in einer Dokumentation zur Verfügung gestellt. [mehr auf ijab.de]

Download der Broschüre als PDF

 

03. Mai 11

Nachbericht zum JMStVCamp in Essen (30.04.2011)

Jmstv_camp_nachbericht Der novellierte Jugendmedienschutz-Staatsvertrag sollte dafür sorgen, dass alle deutschen Website-Betreiber ihre Inhalte nach Altersgruppen klassifizieren. Die Neuregelung war wegen der überraschenden Ablehnung der nordrhein-westfälischen Parlamentarier im vergangenen Dezember gescheitert. Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag muss von allen 16 Bundesländern ratifiziert werden.

Nun muss nicht nur eine tragfähige Neufassung des Vertragswerks diskutiert werden, auch eine grundsätzliche Auseinandersetzung über Jugendmedienschutz und seine Zusammenhänge mit Bildung, Pädagogik und Werten tut Not um einen gesellschaftlichen Konsens, als dessen Ausdruck ein Vertrag gelten kann, zu erreichen.

Als Teil dieses Diskussionsprozesses verstand sich das "jmstvcamp" - ein Barcamp zum Jugendmedienschutz-Staatsvertrag und zum Jugendmedienschutz im Zeitalter digitaler Medien -, das am 30. April mit etwa 140 Beteiligten im Unperfekthaus in Essen stattfand. Unterstützt wurde die Veranstaltung von Parteigliederungen der Grünen, der SPD, der Piratenpartei und der Linken, sowie dem IJAB-Projekt "Jugend online". Im Sinne des Prinzips Barcamp treten Veranstalter hinter den Teilnehmenden zurück, deren Spektrum weit breiter war, als der Kreis der Sponsoren vermuten lässt. So beteiligten sich Vertreter von Bildungseinrichtungen, Verbraucherschutz, Jugendverbänden, pädagogischen Institutionen, Selbstkontrollorganisationen, Landes- und und Bundespolitik und Wirtschaftsverbänden. Für die nordrhein-westfälische Landesregierung beteiligte sich unter anderem Staatssekretär Marc Jan Eumann und Matthi Bolte, Innenpolitischer Sprecher der Grünen Fraktion im Landtag NRW.

Erwartungsgemäß konnte das Barcamp keine Lösung für einen zeitgemäßen Jugendmedienschutz in Zeiten digitaler Medien präsentieren. Es konnte aber die Vielfalt der Haltungen aufzeigen und unterscheidet sich damit von der Diskussion im Vorfeld der gescheiterten Novellierung des Staatsvertrages, bei der mehrheitlich Verfechter strikter gesetzlicher Regelungen öffentlich in Erscheinung getreten waren.

Jugend online war Partner des JMStVCamp 2011 in Essen.

Foto: kre8tiv@flickr CC (by-sa)

07. Februar 11

Wie verändert sich Jugendarbeit mit social media?

Merz call for projects – Einladung zur Beteiligung (Frist 1. März 2011)

 

Wie in der Jugendarbeit social media-Angebote wie facebook, YouTube, Blogs etc. integriert
werden sollten, warum welche Ansätze (nicht) erfolgreich/empfehlenswert sind und welche
Veränderungen damit verbunden sind, steht im Fokus der Juni-Ausgabe der
medienpädagogischen Zeitschrift merz. medien + erziehung (Fachredaktion Jürgen Ertelt und
Niels Brüggen). 

Jugendliche – social media – Jugendarbeit
Dass Jugendliche social media in für Jugendarbeit relevanten Bereichen in ihre Lebens- und
Medienwelten integrieren, kann gut auf Grundlage vorliegender Forschungsergebnisse
aufgezeigt werden:
- Die Selbstdarstellung und Vernetzung Jugendlicher ist vor dem Hintergrund der
Entwicklungsaufgaben Identitätsarbeit sowie der Gestaltung sozialer Integration und
Teilhabe zu sehen und bieten Jugendlichen dabei neue Möglichkeiten, stellt sie aber
auch vor neue Herausforderungen.
- Jugendliche nutzen die Möglichkeiten des Netzes zur thematischen Vernetzung und
tauschen sich über Inhalte aus, arbeiten kollektiv zusammen etc.
- Jugendliche nutzen social media um sich über ihr soziales Umfeld zu informieren,
aber auch um sich in zivilgesellschaftlichen/politischen Fragen zu orientieren,
positionieren, einzubringen oder auch andere zu aktivieren.

Deutlich wird, dass eine Funktion von Jugendarbeit ‚einen Ort für selbstbestimmten
Austausch von Jugendlichen bereitzustellen‘ von Jugendlichen in diesen medialen Räumen
teilweise auch eigenständig realisiert werden kann. Allerdings zeigen sich entlang von
Bildungsgängen deutliche Unterschiede in der Nutzung der Möglichkeiten von social media,
wie auch bei der Relevanz von spezifischen Problemlagen.
Wie social media vor diesem Hintergrund in Jugendarbeit integriert werden sollte, wird
derzeit sowohl auf Verbandsebene wie auch in konkreten Projekten diskutiert und erprobt.
Diese Erfahrungen sollen mit dem vorliegenden call und dem Themenschwerpunkt in der
merz gebündelt werden, um die Diskussion und ggf. auch Entscheidungsprozesse zu
unterstützen.
Neben der Frage, wie social media zielführend in der Jugendarbeit genutzt werden kann, soll
insbesondere auch die Frage, welche Veränderungen und Konsequenzen sich daraus für
Jugendarbeit selbst ergeben, betrachtet werden. Entsprechende Fragestellungen ergeben
sich beispielsweise mit Blick auf Arbeitsweisen/-aufträge, Verantwortungsbereiche und
Partizipation, Öffentlichkeit der Arbeit, kommerzielle Rahmenbedingungen vieler Angebote
etc.
Auf eine Frage gebracht stellt der call die Frage:
Wie verändert sich Jugendarbeit mit social media?
Link zum cfp >  http://www.jff.de/dateien/call_for_projects-Jugendarbeit_socialmedia.pdf (pdf)

14. Dezember 10

Jugend online bei der Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft des Deutschen Bundestages

IMG_1963 Am 13. Dezember 2010 veranstaltete die Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft eine öffentliche Anhörung zum Thema Medienkompetenz. Zehn Expertinnen und Experten stellten sich den Fragen der Kommissionsmitglieder, darunter Jürgen Ertelt, Projektkoordinator von „Jugend online“. Jürgen Ertelt plädierte dafür, Medienkompetenz nicht nur auf Gefahrenprävention auszurichten, sondern eine Offensive zu starten, die in allen Bereichen und Ebenen der Bevölkerung Handlungspotenziale von Internet und digitalen Medien wecke. Hier der Bericht zur öffentlichen Anhörung mit Auszügen aus den Positionen der Expertinnen und Experten.

Kinder und Eltern schulen

Medienkompetenz wird immer wichtiger, um am politischen und sozialen Leben teilnehmen zu können. In dieser Einschätzung waren sich die zu einer öffentlichen Anhörung der Enquete-Kommission „Internet und digitale Gesellschaft“ geladenen Experten einig. Um zu einem selbst bestimmten Umgang mit den neuen Medien befähigt zu werden, müssten daher Kinder und Jugendliche, aber auch Eltern und Lehrer intensiv und frühzeitig geschult werden.

Erste Medienerfahrung in der Familie
In den Familien würden die zentralen ersten Erfahrungen mit Medien gemacht und die Grundlagen für die künftige Mediennutzung geschaffen, sagte Mechthild Appelhoff, von der Landesmedienanstalt Nordrhein-Westfalen. Neben den Eltern müssten aber auch Pädagogen in der Schule und der Vorschule geschult werden. „Hier gibt es zentrale Defizite“, sagte Appelhoff. Die Herausforderung der nächsten Jahre bestehe darin, die große Zahl der Multiplikatoren, „die selber nicht in der digitalen Welt groß geworden sind und sich vielfach selbst nicht kompetent fühlen zu qualifizieren“.

"Jugendliche sind oft einen Schritt voraus"
Es gebe dabei „größere Leerstellen zu füllen“ sagte auch Kathrin Demmler, Direktorin beim Institut für Medienpädagogik München. „Diskussion und Reflexion“ müsse ein Leitbild der pädagogischen Maßnahmen seien, sagte sie und verwies darauf, dass gerade bei den neueren Medien die Jugendlichen den Pädagogen oft „einen Schritt voraus sind“. Sinnvoll seien etwa „Werkstattformen“ in denen beide Seiten ihr Wissen einbringen könnten.

Lehrer müssten als „Navigator und Katalysator“ wirken und dürften nicht belehrend wirken, forderte Jürgen Ertelt, Projektkoordinator bei Jugend online. Seiner Ansicht nach dürfe das Internet nicht mehr als „virtuelle Welt im Vergleich zur realen Welt“ gesehen werden. Vielmehr müsse es als erweiterter Lebensraum verstanden werden, in dem Bildung stattfinden könne. Dazu sollten Online-Treffpunkte der Jugendlichen als Ort von Beratung und Jugendarbeit verstanden werden. Nur so könne ein „Streetwork in Digitalien“ angegangen werden.

"Zielgruppenorientierte Reflexionsanreize“ schaffen
Harald Gapski vom Grimme-Institut Gesellschaft für Medien, Bildung und Kultur warnte davor, Medienkompetenz mit Medienqualifikation gleichzusetzen. Medienkompetenz bedeute, kreative Problemlösungen bei offenen Handlungssituationen zu finden und gehe über „abfragbares Bedienungs- und Handhabungswissen“ hinaus. Auch Gapski befürwortete die Schaffung „zielgruppenorientierter Reflexionsanreize“, so dass die Jugendlichen aus sich selbst eine Medienkompetenz aufbauen könnten.

Die Kompetenz der Jugendlichen und Erwachsenen zu stärken müsse dem Weg der Regulierungen und Verbote vorgezogen werden, forderte Professor Gerd Gigerenzer, Direktor beim Max-Planck-Institut für Bildungsforschung. Eine neue Generation, die wisse wie es zur Sucht nach neuen Technologien komme und eine kritische Beurteilung von Informationsquellen gelernt habe, biete eine bessere Chance für den Umgang mit neuen, heute noch unbekannten Technologien, sagte er.

"Digitale Medien spielen noch zu geringe Rolle"
Digitale Medien würden in Deutschland im Bildungswesen noch eine zu geringe Rolle spielen, bemängelte Hannes Schwaderer von der Initiative D21, die sich für eine Partnerschaft von Politik und Wirtschaft in der Informationsgesellschaft engagiert. So müsste längst der PC als gewöhnliches Arbeitsmittel für das Lernen im 21. Jahrhundert anerkannt werden, sagte er. Viele andere „ressourcenarme“ Länder hätten flächendeckende Programme begonnen, die jedem Schüler einen eigenen PC als „Lernwerkzeug in geschützten Räumen“ an die Hand geben würden. In Deutschland seien hingegen weniger als ein Prozent der Schüler in einer „Notebook-Klasse“. 17 Prozent der deutschen Schüler hätten noch nie einen PC im Unterricht genutzt. „Dieser Missstand muss beseitigt werden“, forderte Schwaderer.

Auch Philippe Gröschel, Mitbegründer des sozialen Netzwerkes „Schüler VZ“ verwies auf die hohe volkswirtschaftliche Bedeutung des richtigen Umgangs mit Medien. Deutschland als „Forschungs- und Innovationsland“ müsse gewährleisten, dass alle Bürger mit neuen Medien und IKT-Technologien umgehen könnten, da diese in nahezu jedem Berufsfeld wichtig seien.
Quelle: www.bundestag.de/internetenquete

01. Dezember 10

Medienzentrum PARABOL erhält renommierten Dieter Baacke-Preis für das Projekt "LEONAU.TV – Das Web-TV für st.LEOnhard & schweiNAU"

DieterBaackePreis2010_LEONAU TV_PreisverleihungAnfang-Rau-Lutz Bielefeld/Nürnberg. Im Rahmen eines Festakts in der Kunsthalle Bielefeld fand am Wochenende die Verleihung des Dieter Baacke-Preises 2010 statt. Mit dem Dieter Baacke-Preis zeichnet die Gesellschaft für Medienpädagogik und Kommunikationskultur (GMK) gemeinsam mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend bundesweit beispielhafte Projekte aus, die in der Bildungs-, Sozial- und Kulturarbeit entstanden sind.

Das Nürnberger Medienzentrum PARABOL erhielt den mit 2.000 Euro dotierten Preis in der Kategorie „Projekte mit besonderem Netzwerkcharakter“ für das Projekt "LEONAU.TV – Das Web-TV für st. LEOnhard & schweiNAU". LEONAU.TV ist ein Partnerportal von netzcheckers.net, einer Initiative von Jugend online. Es ist eingebunden in das Stadtteilprojekt „Netzwerk FUNKtionierende Stadtteilöffentlichkeit“, eine Kooperation zwischen dem Medienzentrum PARABOL, dem Stadtteilverein St.Leonhard/Schweinau, der SOS-Jugendhilfen, dem Quartiersmanagement St. Leonhard/Schweinau und dem Amt für Wohnen und Stadtentwicklung und finanziert durch das Programm „Kooperationen – Pilotprojekte für die Stadtgesellschaft“, dass Projekte in Stadterneuerungsgebieten fördert. Im ersten Projektjahr konnten durch die gute Zusammenarbeit bereits über 50 Clips mit den zwei Jugendeinrichtungen und Schulen im Stadtteil produziert und auf www.leonau.tv präsentiert werden.

LEONAU TV_Dreh3 LEONAU.TV ist das neue Kommunikations- und Videoportal von Jugendlichen im Stadtteil St. Leonhard-Schweinau. In kurzen Videoclips zeigen Jugendliche in ihren ganz eigenen Bildern was sie beschäftigt, was sie stört und was sie gut finden. Die Möglichkeit, sich nach außen darzustellen schafft neue Kommunikationswege mit und unter den Bewohnern im Stadtteil und fördert die Identifikation mit dem Stadtteil. In der LEONAU.TV–Redaktion werden die Jugendlichen dazu angeleitet das Portal eigenverantwortlich zu pflegen und ihre eigenen Themen aus dem Stadtteil zu finden. Die mediale und personelle Betreuung erfolgt über das Projektteam im Medienzentrum Parabol. Interesse wecken, Kommunikation schaffen und den Stadtteil präsentieren, dafür steht LEONAU.TV.

Überreicht wurde der Dieter Baacke-Preis von Jurymitglied Günther Anfang (MZM/JFF, München) und dem GMK-Vorsitzenden Prof. Dr. Norbert Neuß. Klaus Lutz, Pädagogischer Leiter des Medienzentrums PARABOL, und Katharina Rau, Projektkoordinatorin von LEONAU.TV, die in Bielefeld die Auszeichnung entgegen nahmen, zeigten sich stolz, die hohe Anerkennung für Medienpädagogik in Deutschland nach Nürnberg und in den Stadtteil St.Leonhard-Schweinau zu holen.

23. November 10

Ohrenblick mal! Preisverleihung des 6. deutschlandweiten Handyclipwettbewerbs im Münchner „Ampère“

Ohrenblick_2010_preisverleihung Am 19. November wurden im Münchner Club "Ampère" die Preisträger des diesjährigen Handyclip-Wettbewerbs "Ohrenblick mal!" gekürt. Der Wettbewerb 2010 war frei ausgeschrieben, Jugendliche konnten jedoch das Sonderthema "Du und deine Nachbarn" aufgreifen. Es beteiligten sich zahlreiche Jugendliche aus ganz Deutschland: Knapp 120 Handyclips wurden eingereicht. Der Wettbewerb fand bereits zum sechsten Mal statt und wird vom JFF – Institut für Medienpädagogik in Kooperation Jugend Online veranstaltet und von Telefónica O2 Germany unterstützt. Weitere Partner sind LizzyNet und medien+bildung.com.

Beim diesjährigen Wettbewerb zeichnete die Jury neun Handyclips aus. Als Juryvertreter lobte Jürgen Ertelt das Niveau der Beiträge und stellte fest: "Die Teilnehmer werden immer jünger." Ganz oben aufs Siegertreppchen schaffte es der Gewinnerclip „Ansichtssache“ vom Gymnasium in Neubiberg. Er entstand im Rahmen der Handyaktivitäten des JFF und zeigt eine jugendliche Liebesgeschichte aus ganz besonderer Perspektive. Mit ihrem Video "Regenschirm" schafften es die Schüler des Kunstleistungskurses vom Gymnasium Meiendorf in Hamburg auf den zweiten Platz. Den dritten Preis teilten sich drei junge Filmgruppen mit ihren Clips: "Entengeschichten" von Sophie Maas, "Blih, Blah, Blub" vom Jugendzentrum in Geretsried und "Ein Tag der besonderen Sorte" von Valentin Heim. Den Sonderpreis zum Thema "Du und deine Nachbarn" erhielten Jugendliche aus Dresden für ihren Clip "Ein Haus voller Musik“ und  Jugendliche der Medien-AG der Realschule plus in Oppenheim mit dem Clip "Mein Banknachbar, die Mathearbeit und ich", der einen „Abschreibetrick“ bei einem Mathetest sowohl filmisch als auch moralisch sehr überzeugend als Nachbarschaftshilfe in Szene setzt.


"Ohrenblick_2010_webseite Ohrenblick mal!" bietet Jugendlichen zwischen 10 und 20 Jahren Gelegenheit, selbst gedrehte, kurze Clips im Internet unter www.ohrenblick.de einem großen Publikum zu präsentieren und tolle Preise zu gewinnen. Die Grundidee des Wettbewerbs „Ohrenblick mal!“ ist es, Jugendliche zu ermutigen, sich kreativ mit ihrem Handy auseinander zu setzen und ihre Gedanken, Gefühle und ihre Wahrnehmung der Lebenswelt künstlerisch auszudrücken.  Dabei sind perfekter Sound und gestochen scharfe Bilder eher Nebensache – gefragt sind vielmehr originelle Ideen und neue Blickwinkel auf unseren Alltag.

Die Gewinnerclips sowie alle eingereichten Handyclips kann man sich auf www.ohrenblick.de anschauen.

27. Oktober 10

Partnerportale: Die Stadt Wiesbaden bietet neue Online-Plattformen für Kinder und Jugendliche an

Wiandyou  Die Online-Arbeit mit Kindern und Jugendlichen hat in Wiesbaden Tradition: Bereits seit über 5 Jahren betreibt das Amt für Soziale Arbeit einen fachbereichs- und trägerübergreifenden Internetauftritt, auf dem pädagogische Fachkräfte aus Kindertagesstätten, Kinderhorten, Betreuende Grundschulen, Kinder- und Jugendzentren ihre pädagogische Arbeit dokumentieren.

Mit der Entwicklung des Internets hin zu einem Informations- und Kommunikationswerkzeug, in dem Inhalte in großem Umfang von den Nutzerinnen und Nutzern selbst produziert werden, stellte sich auch die Kinder- und Jugendarbeit in Wiesbaden den neuen Herausforderungen. Sozialdezernent Arno Goßmann begründet dies wie folgt: „Kinder und Jugendliche verfügen heute über hohe medientechnische Kompetenzen. Um vor allem eine kritisch-reflektierte Mediennutzung zu fördern, bietet das Amt für Soziale Arbeit mit den neuen Online-Plattformen eine sichere Umgebung an. Zugleich können Kinder und Jugendliche an der Erstellung der Inhalte beteiligt werden und damit ihre Lebensthemen sowie Interessen zum Ausdruck bringen.“

Bei der Suche nach einer geeigneten Software, die Community-Elemente mit einem weitgehend selbsterklärenden System zum Veröffentlichen von Artikeln, Videos, Fotos, Podcasts und vielem mehr verbindet, hat man sich in Wiesbaden für oOS entschieden, das vom Projektbüro „Jugend online“ konzipiert und vom Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert wurde. Mit dieser neuen Software werden nun drei Portale im Partnernetzwerk netzcheckers.net betrieben, die unterschiedliche Zielgruppen ansprechen:

- www.wiandyou.de - ein Kinder- und Jugendportal, das vor allem soziale Fachkräfte nutzen, um Inhalte mit Kindern und Jugendlichen einzustellen
- www.kinder.wiandyou.de – ein Kinderportal, dessen Inhalte sowohl von sozialen Fachkräften allein, aber auch pädagogisch begleitet bearbeitet werden.
- www.you.wiandyou.de – das Portal für Jugendgruppen, für das Jugendliche vor allem Peer Educatoren Content bereitstellen.

In einer zweiten Phase ist nun geplant, mit weiteren sozialen Einrichtungen aus Wiesbaden zu kooperieren und ein Jugendportal für Wiesbadener Jugendliche zu etablieren.

Partnerportale-Logo-klein Alle, die ebenfalls Online-Communitys in der Jugendarbeit einsetzen und einen attraktiven Web 2.0-Auftritt gestalten wollen, können sich am 17. November von 14 bis 18 Uhr zu den Partnerportalen von netzcheckers.net informieren. Die Info-Tagung findet im Rahmen von „Inter@ktiv München“ im Haus der Jugendarbeit in der Rupprechtstraße 29 in München statt. Hier werden die Partnerportale von netzcheckers.net vorgestellt, darüber hinaus bietet die Tagung Praxisberichte und Informationen zum Einstieg ins Netzwerk. Die Anmeldung für den 17. November ist möglich unter www.netzcheckers.net.

26. Oktober 10

Digitale Jugendkultur erleben: MB21-Festival zum 12. Deutschen Multimediawettbewerb für Kinder und Jugendliche „MB21 – Mediale Bildwelten“

Festivalflyer Vorderseite Druck Mit dem MB21-Festival lädt der Deutsche Multimediawettbewerb für Kinder und Jugendliche „MB21 – Mediale Bildwelten“ am 13. November ab 12 Uhr in die Dresdner Scheune ein. Auf dem Festival bieten viele multimediale Mitmachaktionen Gelegenheit, die neuesten Entwicklungen digitaler Kultur kennen zu lernen und selber auszuprobieren.


Zum Auftakt des Festivals präsentiert das Team des Deutschen Multimediapreises für Kinder und Jugendliche das neue MB21-Logo mit dem Fassaden-Printer, einem Drucker, der Farbkugeln an die Wand feuert. Besucherinnen und Besucher können während des Festivals mit einem elektronischen Spielzeug ihren eigenen Sound basteln, 3D-Brillen selbst produzieren oder Machinima-Grußvideos und Tweets für die Twitterwall verschicken. Die interaktive Schreibox verspricht außergewöhnliche Portraits: Wer richtig loslässt, kann mit seinem Schrei den Auslöser bedienen und erhält ein ganz besonderes Foto als Erinnerung. Darüber hinaus laden Workshops dazu ein, 3D-Videos zu produzieren und mit dem Fassaden-Printer eigene Motive zu kreieren.

Im Rahmen des Multimediafestivals findet ab 16 Uhr die Preisverleihung des 12. Deutschen Multimediawettbewerbs für Kinder und Jugendliche „MB21 – Mediale Bildwelten“ statt, bei der Geld- und Sachpreise im Wert von 10.000 Euro verliehen werden. Ausgezeichnet werden die besten Beiträge in den Alterskategorien Vorschule, 7 bis 11 Jahre, 12 bis 16 Jahre und 17 bis 21 Jahre, darüber hinaus verleiht MB21 Sonderpreise für Medienkunst, Machinima, Schule, Creative Mobile, Medienkompetenz und Medienmacherinnen.

Im Anschluss an die Preisverleihung wird die Scheune zur Party- und Konzertzone. Zoe.LeelA (Berlin) und weitere Künstler des Creative Commons – NetLabels rec72 sorgen dabei für musikalische Akzente.

MB21 wird veranstaltet vom Medienkulturzentrum Dresden und von netzcheckers.de, dem Jugendportal für digitale Kultur. Weitere Informationen zu MB21 und dem MB21-Festival unter www.mb21.de.

Hier gibt es den Flyer zum MB21-Festival zum Download:

Festivalflyer Vorderseite

Festivalflyer Rückseite


    

 

 

19. Oktober 10

Die Partnerportale von netzcheckers.net: Info-Tagung am 17. November in München

Netzcheckersnet_vorderseite_final

 Mit Online-Communitys in der Jugendarbeit arbeiten? Einen attraktiven Web 2.0.-Auftritt hinbekommen? Das Netzwerk netzcheckers.net bietet die Möglichkeit, mit einer für die Jugendarbeit entwickelten (kostenfreien) Software einen Web-Auftritt mit eigener Online-Community zu gestalten und sich mit anderen Partnern zu vernetzen. Alle, die das Angebot von netzcheckers.net wahrnehmen, erhalten über das Netzwerk der derzeit 80 Partner Unterstützung für die Umsetzung ihrer Projekte.

Am 17. November findet von 14 bis 18 Uhr eine Info-Tagung zu den Partnerportalen von netzcheckers.net im Rahmen von „Inter@ktiv München“ statt. Hier werden die Partnerportale von netzcheckers.net vorgestellt, darüber hinaus erhalten die Interessierten Praxisberichte und Informationen zum Einstieg ins Netzwerk. Die Anmeldung ist möglich unter www.netzcheckers.net.

 

Mit den Partnerportalen will das Jugendportal netzcheckers.de die Jugendarbeit in Deutschland vernetzen, bestehende Kooperationen stärken und medienpädagogische Angebote ausweiten. Die Netzwerk-Partner profitieren von medienpädagogischem Service, der von der Teilnahme an Fachveranstaltungen und Spielaktionen über Beratung bis hin zu Methoden-Sets für Medienprojekte reicht. Darüber hinaus können sich die Netzwerk-Partner in Qualifizierungskursen und durch den Austausch im Netzwerk fortbilden.

16. September 10

Geocaching, QR-Codes und Augmented Reality

Optiscan_QR_Code Das 5. Fachforum Mobile Kommunikation in Ludwigshafen erkannte im Einsatz von Handys „neue Chancen für Medienpädagogik und Bildung“.

„Jeder im Raum weiß, was Geocaching ist? Das ist mir noch nie passiert!“ Referent Daniel Seitz von „mediale pfade“ ist erstaunt, hat aber gleich eine Deutung parat: Die Schatzsuche mit Hilfe von GPS-tauglichen Handys war bis vor wenigen Jahren ein Insidervergnügen, seitdem sind die Geocacher-Zahlen explodiert. Technik und Nutzungsgewohnheiten entwickeln sich beim Handy unverändert rasant, und auch der Handyeinsatz im Bildungsbereich ist keine absolute Ausnahme mehr. Das bewiesen 120 Teilnehmer aus ganz Deutschland bei der Fachtagung „5. Fachforum Mobile Kommunikation“, die medien+bildung.com mit den Partnern JFF Institut für Medienpädagogik, Netzcheckers und Lizzynet am 14. September 2010 in Ludwigshafen am Rhein veranstaltete.

Wagner „Handy – Eintrittskarte in die Jugendkultur oder Störfaktor im Bildungsbetrieb?“ war der Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Michael Wagner von der Donau-Universität Krems in Österreich überschrieben. Wagner plädierte klar für eine Einbeziehung des Handys in den Schulunterricht und bezog sich dabei auf kulturanthropologische Thesen: Elemente der heutigen Jugendkultur werden in die formale Kultur der Zukunft Eingang finden. Auch wenn man heute noch nicht wissen könne, welche Nutzungsformen dies letztendlich sein werden: Die Schule müsse sich auf dieses Experiment einlassen. Der Mut zum Experiment und zum Risiko, auch mal eine untaugliche Methode auszuprobieren, ist für Wagner substantiell für guten Unterricht.

Gleich sieben kurze Praxis-Reports belegten im Anschluss, wie vielfältig heute schon im pädagogischen Bereich mit Handys experimentiert und gearbeitet wird: Daniel Zils berichtete vom Projekt MyMobile, das medien+bildung.com mit sieben rheinland-pfälzischen Schulen in unterschiedlichen Klassenstufen und verschiedenen Fachzusammenhängen durchführt. Kathi Struckmeyer vom JFF Institut für Medienpädagogik München präsentierte den bundesweit renommiertesten Handyclipwettbewerb „ohrenblick“ und die praktischen Begleitprojekte, mit denen das JFF in Schulen aktiv ist. Martin Pinkerneil vom Informationsportal „handysektor“ legte eindrucksvoll dar, dass die „Datenschleuder“ Handy die jugendlichen und erwachsenen Nutzer vor teilweise ganz neue ethische Herausforderungen stellt.

Ulrike Schmidt Jugendliche Handynutzung hat einen klaren Gender-Aspekt: Um die “Mädchenvorlieben“ kümmert sich das Projekt LizzyNet, das Ulrike Schmidt vorstellte. Arnfried Böker von der Landesstelle Kinder- und Jugendschutz Sachsen-Anhalt ist es mit seinem spielerischen Ansatz u. A. gelungen, Themen wie Sexualität und Pornografie – die auch mit dem Multimediagerät Handy assoziiert sind – mit pubertierenden Jungen zu bearbeiten. Gelände- und Stadtspiele gehören zum Repertoire des Projekts „mediale pfade“, das Daniel Seitz vertrat. „Wenn das GPS-Handy zum Einsatz kommt und ‚Wandern‘ ‚Geocaching‘ heißt, wird Bewegung in der freien Natur plötzlich wieder attraktiv“, meinte Seitz.

In acht Workshops hatten die Teilnehmer am Nachmittag Gelegenheit, Vieles aus den Vorträgen selbst auszuprobieren. „Bitte Handy mitbringen!“ hieß es daher in der Tagungseinladung. Da galt es z. B. „QR-Codes“ – das sind quadratische Digitalcodes, wie sie heute nicht nur auf Onlinefahrkarten der Deutschen Bahn prangen – zu entschlüsseln oder kleine Handyclips zu drehen. Dass Technik nicht alles ist, bewies Arnfried Böker mit dem „Handy-Brunnen“ und dem Tischspiel „Pimp your Handy“. Auch „alte“ spielpädagogische Ideen taugen dazu, um mit Kindern und Jugendlichen über neue Medien ins Gespräch zu kommen.

Ertelt Jürgen Ertelt vom Projekt Netzcheckers widmete sich in seinem Abschlussvortrag den „Zukunftsvisionen“: „Augmented Reality“ – „erweiterte Realität“ auf dem Handy ist keine ferne Zukunft mehr. Google und Co. spielen uns dabei Informationen aufs Handy-Display zu den Bildern, die das Handy in unserer Umgebung „sieht“. Auch Personenerkennung ist keine Science Fiction mehr, und so werden wir in nicht allzu ferner Zukunft möglicherweise nicht nur mit dem Namen und den Lebensdaten unseres Gegenübers im Straßencafé bekannt gemacht, sondern auch mit seinen Einträgen bei Facebook und in anderen Webcommunities. Technisch ist das auf dem besten Weg. Politiker und Datenschützer haben „Augmented Reality“ noch nicht unbedingt auf der Rechnung. Zumindest die Medienpädagogen sind – das belegt der Erfolg des 5. Fachforums Mobile Kommunikation – der technischen und wirtschaftlichen Entwicklung hartnäckig auf der Spur.

Fotos: Moderatorin Katja Friedrich (medien+bildung.com) im Gespräch mit Ulrike Schmidt (LizzyNet), Prof. Dr. Michael Wagner (Donau-Universität Krems), Jürgen Ertelt (Netzcheckers) (Fotos: medien+bildung.com)

Presse-Ansprechpartner:

Hans-Uwe Daumann

Stv. Geschäftsführer, Öffentlichkeitsarbeit

(0621) 5202258 | (0151) 12704631

daumann[ät]medienundbildung.com

Medien bildung 

 

medien+bildung.com gGmbH

Lernwerkstatt Rheinland-Pfalz

Turmstr. 10

67059 Ludwigshafen

Geschäftsführerin: Katja Friedrich

HRB 60647

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  • BMFSFJ

Ein Projekt von

  • IJAB e.V.

Jugendportal für digitale Kultur

  • Netzcheckers

News von netzcheckers

Tagung 2009

  • Anmeldung: Das Ende der Privatheit - Fachtagung zu Strategien der Sensibilisierung von Jugendlichen im Umgang mit persönlichen Daten im Internet