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16. November 10

„MB21 – Mediale Bildwelten“ zeichnete 172 Kinder und Jugendliche mit dem Deutschen Multimediapreis aus

Festivalplakat_600  Mehr als 1400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der ganzen Bundesrepublik hatten ihre Arbeiten beim 12. Deutschen Multimediapreis für Kinder und Jugendliche „MB21 – Mediale Bildwelten“ eingereicht und die Jury mit einem Feuerwerk multimedialer Projekte beeindruckt. Kinder und Jugendliche konnten sich um Auszeichnungen in den Alterskategorien Vorschulbereich, sieben bis elf Jahre, 12 bis 15 Jahre und 16 bis 21 Jahre bewerben. Darüber hinaus gab es sechs Sonderpreise für die Bereiche „Medienmacherinnen“, „Medienkompetenz“, „Medienkunst“, „Machinima“, „Zukunft Schule“ und „Creative Mobile“.
Die Preisverleihung fand am 13. November im Rahmen des MB21-Festivals im Dresdner Kulturzentrum Scheune statt. 28 Preisträger(-teams) aus ganz Deutschland waren angereist, um ihre Projekte einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren und ihre Preise entgegenzunehmen. Eingebettet war die Preisverleihung in das MB21-Multimediafestival, das mit zahlreichen Mitmachaktionen Gelegenheit bot, die neuesten Entwicklungen digitaler Kultur kennenzulernen und selber auszuprobieren.

Das Spektrum der Wettbewerbsbeiträge war auch im zwölften Austragungsjahr von MB21 breit gefächert: Neben Stopptrick-Animationen, Spielen, Mischformen aus Animationen und konventionellen Videos wurden auch Machinimas eingereicht, das sind Kurzfilme, die über den Zugriff auf die Steuerung von Computerspielen erzeugt werden, sowie Lichtobjekte und Bildungsangebote, die mit QR-Codes und Geocaching arbeiten. Dabei waren in den vier verschiedenen Altersgruppen (Vorschulbereich, 7-11, 12-15 und 16-21 Jahre) in diesem Jahr besonders viele selbst entwickelte und beeindruckende Lern- und Computerspiele vertreten.
Ein Drittel der eingereichten Beiträge entstand in Kindergärten, Schulen oder Jugendzentren, zwei Drittel wurde von Einzelpersonen oder Teams eingereicht. Eine deutliche Zunahme ist bei der Beteiligung von Kindern aus Vor- und Grundschulen zu verzeichnen; jedes vierte Multimediaprojekt, das bei MB21 einging, wurde von dieser bisher stark unterrepräsentierten Altersgruppe entwickelt. Am stärksten vertreten ist bei MB21 die Gruppe der 16 bis 21-Jährigen.

Plakat_Schlafgroß_01 Die Vielfalt von MB21 zeigt ein Blick auf die besten Beiträge der verschiedenen Alterskategorien: Bei den Vorschulkindern glänzte die Kindertageseinrichtung Tapachstraße mit der Stopptrick-Animation „Die Entführung der Prinzessin der Liebe“, in der Alterskategorie 7 bis 11 Jahre belegte das Trickfilmprojekt „Das große Schlafen“ der Klassen 5 und 6 der Carl-Humann-Grundschule in Berlin den ersten Platz. Bei den 12- 15-Jährigen glänzten die Schülerinnen und Schüler der Südend- und Gutenbergschule in Karlsruhe, die gemeinsam mit dem Zentrum für Kommunikation und Medientechnologie Lichtobjekte für ihre Schulen entwickelten und installierten. Otto-Schul-TV heißt das Modellprojekt der Fürther Otto-Seeling-Hauptschule, das in Kooperation mit dem Medienzentrum Parabol umgesetzt wird und den zweiten Platz belegte. Bei den 16-21-Jährigen belegte „Xrodon“, ein anspruchsvolles selbst gestaltetes Computerspiel den ersten Platz, darüber hinaus wurden hervorragend konzipierte Lernspiele „Operation Körper“ und „Energenius – das Geheimprojekt der Stadt“ ausgezeichnet.

MB21 ist als Deutscher Multimediawettbewerb jedoch nicht nur auf nationaler Ebene aktiv. Seit einigen Jahren gibt es eine internationale Kooperation zwischen dem Multimediawettbewerb U19 – freestyle computing der Ars Electronica Linz (Österreich), dem Medien- und Roboterwettbewerb Bug`n`Play (Schweiz), dem Multimediawettbewerb U19 (Ungarn) und dem Deutschen Multimediapreis für Kinder und Jugendliche „MB21 – Mediale Bildwelten“. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit werden die Preisträgerprojekte der vier Multimediawettbewerbe jährlich auf den unterschiedlichen Abschlussveranstaltungen und Festivals gezeigt. Zudem werden die Preisträgerinnen und Preisträger zu den Festivals in die anderen Länder eingeladen, um ihre Projekte auf auch internationaler Ebene vorzustellen. Bei MB21 präsentierte der 15-jährige Oliver Müller aus der Schweiz den automatischen Kellner, einen Thekenroboter.
 
Schreibox 3 Die MB21-Preisverleihung war Teil des MB21-Multimediafestivals, bei dem über 400 Besucherinnen und Besucher zusammen mit den Preisträgerinnen und Preisträgern feierten. Das Festival bot mit vielen Mitmachaktionen Gelegenheit für digitale Experimente. Besucherinnen und Besucher konnten mit einem elektronischen Spielzeug ihren eigenen Sound basteln, 3D-Brillen selbst produzieren oder in der interaktiven Schreibox, in der die Fotoaufnahme durch einen Schrei ausgelöst wurde, ein Portrait der besonderen Art machen. Workshops luden dazu ein, 3D-Videos zu produzieren und mit dem Fassaden-Printer, der Farbkugeln an die Wand feuert, konnten eigene Motive kreiert werden. Nach der Preisverleihung wurde die Dresdner Scheune zur Party- und Konzertzone erklärt. „Entertainment for the braindead“ und DJs des Dresdner Chaos Computer Clubs, Pentabarf, sorgten dabei für musikalische Akzente.

Der Erfolg des MB21-Festivals und des 12. Deutschen Multimediapreise für Kinder und Jugendliche bekräftigt wiederholt die Bedeutung der Förderung von Medienkompetenz durch die kreative Anwendung neuer Medien.

Veranstaltet und organisiert wird der Deutsche Multimediapreis MB21 vom Medienkulturzentrum Dresden e.V. und von netzcheckers.de, dem Jugendportal für digitale Kultur, einem Angebot von Jugend online.

Weitere Informationen zu MB21 unter www.mb21.de.

 

 

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