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4 posts from September 2010

20. September 10

Jugend online und WE DO communication erhalten Deutschen PR-Preis für die Aufklärungskampagne "watch your web"

Logo-PR10-Verlauf_mitUZ_rgb_blau Jugend online, ein Projekt von IJAB -  Fachstelle für Internationale Jugendarbeit der Bundesrepublik Deutschland e.V., und WE DO communication wurden am 17. September 2010 im Wiesbadener Kurhaus für die virale Jugendkampagne „watch your web“ mit dem Internationalen Deutschen PR-Preis in der Kategorie „Social Media/Web 2.0“ ausgezeichnet. Der PR-Preis ist der renommierteste Award der Kommunikationsbranche im deutschsprachigen Raum und wird seit 1970 verliehen.

Die Kampagne „watch your web“ klärt Jugendliche über die Risiken im Umgang mit Social Networks auf und zeigt, wie sie persönliche Daten im Netz schützen können. Auf der Kampagnenwebsite www.watchyourweb.de finden Jugendliche praktische Tipps, eine Pinwand, wo sie ihre Interneterfahrungen mitteilen können, und einen Webtest, mit dem sie spielerisch ihr Nutzerverhalten einschätzen können. Bei Fragen oder Ängsten in Bezug auf die Internetnutzung haben Jugendliche die Möglichkeit, sich anonym an „Webman“ zu wenden, der die Mails persönlich beantwortet.
Vier Filme, die der Regisseur Robert Thalheim mit Berliner Schülerinnen und Schülern realisierte, vermitteln die Kernbotschaften der Kampagne: „Das Internet vergisst nichts!“, „Du hast keine uneingeschränkte Kontrolle über Deine Daten!“, Virtuelles ist real!“ und „Im Internet ist man nicht immer ungestört!“. Zwei Comicfiguren, der Bösewicht „Data Devil“ und der Held „Webman“, symbolisieren den Kampf „Gut gegen Böse“ und zeigen durch alltägliche Situationen, wie schnell man im Web in Gefahr geraten und wie man sich schützen kann. Die Videoclips können mit einem personalisierten Text an Freunde verschickt werden. Ein YouTube- und ein Twitter-Kanal tragen zur weiteren Verbreitung der Inhalte bei.

"watch your web" erzielte in einem Zeitraum von fünf Monaten mehr als 400.000 Filmviews, über 90.000 Webman-Freunde auf schüler VZ und über 1 Million Zugriffe auf die Website. 500.000 Mal wurden die Videoclips allein bei YoutTube angeschaut. Auch in den Medien erreichte „watch your web“ mit über 1300 Berichten, darunter in der Tagesschau und den Tagesthemen, dem ARD Nachtmagazin, N24 und der Süddeutschen Zeitung, ein breites Medienecho.



16. September 10

Geocaching, QR-Codes und Augmented Reality

Optiscan_QR_Code Das 5. Fachforum Mobile Kommunikation in Ludwigshafen erkannte im Einsatz von Handys „neue Chancen für Medienpädagogik und Bildung“.

„Jeder im Raum weiß, was Geocaching ist? Das ist mir noch nie passiert!“ Referent Daniel Seitz von „mediale pfade“ ist erstaunt, hat aber gleich eine Deutung parat: Die Schatzsuche mit Hilfe von GPS-tauglichen Handys war bis vor wenigen Jahren ein Insidervergnügen, seitdem sind die Geocacher-Zahlen explodiert. Technik und Nutzungsgewohnheiten entwickeln sich beim Handy unverändert rasant, und auch der Handyeinsatz im Bildungsbereich ist keine absolute Ausnahme mehr. Das bewiesen 120 Teilnehmer aus ganz Deutschland bei der Fachtagung „5. Fachforum Mobile Kommunikation“, die medien+bildung.com mit den Partnern JFF Institut für Medienpädagogik, Netzcheckers und Lizzynet am 14. September 2010 in Ludwigshafen am Rhein veranstaltete.

Wagner „Handy – Eintrittskarte in die Jugendkultur oder Störfaktor im Bildungsbetrieb?“ war der Eröffnungsvortrag von Prof. Dr. Michael Wagner von der Donau-Universität Krems in Österreich überschrieben. Wagner plädierte klar für eine Einbeziehung des Handys in den Schulunterricht und bezog sich dabei auf kulturanthropologische Thesen: Elemente der heutigen Jugendkultur werden in die formale Kultur der Zukunft Eingang finden. Auch wenn man heute noch nicht wissen könne, welche Nutzungsformen dies letztendlich sein werden: Die Schule müsse sich auf dieses Experiment einlassen. Der Mut zum Experiment und zum Risiko, auch mal eine untaugliche Methode auszuprobieren, ist für Wagner substantiell für guten Unterricht.

Gleich sieben kurze Praxis-Reports belegten im Anschluss, wie vielfältig heute schon im pädagogischen Bereich mit Handys experimentiert und gearbeitet wird: Daniel Zils berichtete vom Projekt MyMobile, das medien+bildung.com mit sieben rheinland-pfälzischen Schulen in unterschiedlichen Klassenstufen und verschiedenen Fachzusammenhängen durchführt. Kathi Struckmeyer vom JFF Institut für Medienpädagogik München präsentierte den bundesweit renommiertesten Handyclipwettbewerb „ohrenblick“ und die praktischen Begleitprojekte, mit denen das JFF in Schulen aktiv ist. Martin Pinkerneil vom Informationsportal „handysektor“ legte eindrucksvoll dar, dass die „Datenschleuder“ Handy die jugendlichen und erwachsenen Nutzer vor teilweise ganz neue ethische Herausforderungen stellt.

Ulrike Schmidt Jugendliche Handynutzung hat einen klaren Gender-Aspekt: Um die “Mädchenvorlieben“ kümmert sich das Projekt LizzyNet, das Ulrike Schmidt vorstellte. Arnfried Böker von der Landesstelle Kinder- und Jugendschutz Sachsen-Anhalt ist es mit seinem spielerischen Ansatz u. A. gelungen, Themen wie Sexualität und Pornografie – die auch mit dem Multimediagerät Handy assoziiert sind – mit pubertierenden Jungen zu bearbeiten. Gelände- und Stadtspiele gehören zum Repertoire des Projekts „mediale pfade“, das Daniel Seitz vertrat. „Wenn das GPS-Handy zum Einsatz kommt und ‚Wandern‘ ‚Geocaching‘ heißt, wird Bewegung in der freien Natur plötzlich wieder attraktiv“, meinte Seitz.

In acht Workshops hatten die Teilnehmer am Nachmittag Gelegenheit, Vieles aus den Vorträgen selbst auszuprobieren. „Bitte Handy mitbringen!“ hieß es daher in der Tagungseinladung. Da galt es z. B. „QR-Codes“ – das sind quadratische Digitalcodes, wie sie heute nicht nur auf Onlinefahrkarten der Deutschen Bahn prangen – zu entschlüsseln oder kleine Handyclips zu drehen. Dass Technik nicht alles ist, bewies Arnfried Böker mit dem „Handy-Brunnen“ und dem Tischspiel „Pimp your Handy“. Auch „alte“ spielpädagogische Ideen taugen dazu, um mit Kindern und Jugendlichen über neue Medien ins Gespräch zu kommen.

Ertelt Jürgen Ertelt vom Projekt Netzcheckers widmete sich in seinem Abschlussvortrag den „Zukunftsvisionen“: „Augmented Reality“ – „erweiterte Realität“ auf dem Handy ist keine ferne Zukunft mehr. Google und Co. spielen uns dabei Informationen aufs Handy-Display zu den Bildern, die das Handy in unserer Umgebung „sieht“. Auch Personenerkennung ist keine Science Fiction mehr, und so werden wir in nicht allzu ferner Zukunft möglicherweise nicht nur mit dem Namen und den Lebensdaten unseres Gegenübers im Straßencafé bekannt gemacht, sondern auch mit seinen Einträgen bei Facebook und in anderen Webcommunities. Technisch ist das auf dem besten Weg. Politiker und Datenschützer haben „Augmented Reality“ noch nicht unbedingt auf der Rechnung. Zumindest die Medienpädagogen sind – das belegt der Erfolg des 5. Fachforums Mobile Kommunikation – der technischen und wirtschaftlichen Entwicklung hartnäckig auf der Spur.

Fotos: Moderatorin Katja Friedrich (medien+bildung.com) im Gespräch mit Ulrike Schmidt (LizzyNet), Prof. Dr. Michael Wagner (Donau-Universität Krems), Jürgen Ertelt (Netzcheckers) (Fotos: medien+bildung.com)

Presse-Ansprechpartner:

Hans-Uwe Daumann

Stv. Geschäftsführer, Öffentlichkeitsarbeit

(0621) 5202258 | (0151) 12704631

daumann[ät]medienundbildung.com

Medien bildung 

 

medien+bildung.com gGmbH

Lernwerkstatt Rheinland-Pfalz

Turmstr. 10

67059 Ludwigshafen

Geschäftsführerin: Katja Friedrich

HRB 60647

14. September 10

Wikipedia-Schulprojekt ab Herbst 2010 deutschlandweit

120px-Banner_neutral_125x125_border 2011 feiert die freie Enzyklopädie Wikipedia ihren 10. Geburtstag. Sie ist zu einem allgegenwärtigen Nachschlagewerk geworden und umfasst inzwischen weit über 1,1 Millionen Artikel, die in gedruckter Form mehr als 420 Lexikonbände füllen würden.

Beim der Arbeit mit der freien Enzyklopädie, die im Zusammenhang mit Schule häufig polarisiert, stellt sich jedoch immer wieder die Frage nach dem korrekten Umgang mit ihr. Wikimedia Deutschland, der gemeinnützige Förderverein der deutschsprachigen Wikipedia, organisiert daher seit 2006 das Wikipedia-Schulprojekt, das Schülerinnen und Schülern wie auch Lehrerinnen und Lehrern die Stärken und Schwächen von Wikipedia aufzeigen und sie für die Arbeit mit der Online-Enzyklopädie fit machen soll.

Ab Herbst 2010 bietet Wikimedia mit einem Netzwerk von Wikipedia-Autoren und Medienpädagogen erstmals Schulungen für Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland an. Ziel des Wikipedia-Schulprojektes ist es, den kritischen Blick auf die freien Inhalte der Internet-Enzyklopädie zu schärfen und den kompetenten Umgang mit ihnen zu fördern.
Die Schulungen vermitteln Grundkenntnisse zur Wikipedia und zur Bewertung von Texten. Sie erklären, wie die Wikipedia funktioniert, zeigen anhand von zahlreichen Beispielen, wie Qualitätssicherung stattfindet und welche Regeln der freien Enzyklopädie zugrunde liegen. Darüber hinaus thematisiert das Schulprojekt, inwieweit man den Artikeln vertrauen kann und wo insbesondere für Schülerinnen und Schüler die Grenzen der Arbeit an den Texten liegen. Lehrerinnen und Lehrern bietet das Schulprojekt außerdem Anregungen, wie die Wikipedia im Unterricht eingesetzt werden kann.

Wer Fragen zum Wikipedia-Schulprojekt hat oder daran teilnehmen möchte, kann mit einer E-Mail an [email protected] Kontakt mit Wikimedia Deutschland aufnehmen.

01. September 10

Handyclip-Wettbewerb „Ohrenblick mal!“ 2010 – noch sechs Wochen bis zum Einsendeschluss

OhrenblickHandys dienen durch ihre Multifunktionalität schon lange nicht mehr nur zum Telefonieren, sondern sind Statussymbol und wichtigstes Medium Jugendlicher für verschiedene Anlässe. Ob als Spielgerät, Foto- oder Filmkamera, zum Lernen oder Musikhören, das Handy ist immer und überall einsatzbereit und dabei. Daraus ergeben sich vielfältige Möglichkeiten des pädagogischen Einsatzes, aber auch neue Probleme und Aufgabenstellungen.

Deshalb veranstaltet das JFF – Institut für Medienpädagogik gemeinsam mit Jugend online und in Kooperation mit LizzyNet und medien+bildung.com in diesem Jahr zum sechsten Mal den deutschlandweiten Handyclipwettbewerb „Ohrenblick mal!“. Das JFF wird bei der Durchführung des Wettbewerbs von O2 unterstützt.

Ziel des Wettbewerbs ist es, Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, ihre Welt aus der ungewöhnlichen Perspektive des Handydisplays zu zeigen und sich dabei den kreativen Potenzialen ihres multimedialen Geräts zu nähern. Denn das Han-dy bietet ihnen die Möglichkeit, fast überall und jederzeit ihre Geschichten filmisch und fotografisch umzusetzen und somit individuell zu erzählen. „Nah dran“ müssen die Handyfilmer auch in diesem Jahr sein, denn mit dem Handy sind Jugendliche immer nah am Geschehen und werden deshalb aufgefordert, Clips zu produzieren, die speziell für das Handydisplay gemacht sind. Außerdem gibt es 2010 das Sonderthema „Du und deine Nachbarn“. Wie sieht es aus im Viertel? Was tut sich in dem Haus, in dem man wohnt? Wo würden die Jugendlichen gerne leben? Mit einer kreativen Antwort kann der Sonderpreis 2010 gewonnen werden.

Voraussetzungen sind, dass die eingereichten Clips möglichst nicht länger als zwei Minuten sind, die Produzentinnen und Produzenten zwischen 10 und 20 Jahren sind und die Rechte an allen verwendeten Bildern und Tönen besitzen. Außerdem sollten die Clips natürlich mit dem Handy aufgenommen sein. Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2010. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit, die fertigen Clips zum Wettbewerb hoch zu laden, gibt es auf www.ohrenblick.de.

Kontakt:
Kati Struckmeyer, Fon: 089-68989-143, E-Mail: kati.struckmeyer[ät]jff.de
Thomas Kupser, Fon: 089-68989-145, E-Mail: thomas.kupser[ät]jff.de

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